Neues Dach für die Wahrenbrücker Kirche

Investitionsumfang vermutlich höher als zunächst geplant / Alte Dachgauben sollen wieder entstehen

WAHRENBRÜCK An der etwa 800 Jahre alten Wahrenbrücker Kirche haben nach vorbereitenden Arbeiten im Herbst nun die Haupt-Bauarbeiten begonnen. Die Dachdecker haben die alten Ziegel herunter genommen, das Dach abgespannt und ersetzen nun Stück für Stück marode Dachlatten und –balken, um dann nach historischem Vorbild das Dach mit Biberschwänzen neu einzudecken.

Die alten Ziegel sind abgenommen, das Dach der Wahrenbrücker Kirche ist abgespannt: Nun geht es an die Sanierung.  Foto: M. Seifert

Pfarrer Michael Seifert hat auf alten Fotografien und in einem Defa-Film eine besondere Entdeckung gemacht: Im Dach befanden sich einst auch Gauben. Die sind vermutlich in den sechziger Jahren entfernt worden und sollen jetzt wieder neu entstehen. "Es werden vermutlich zwei bis drei sein." Über die Gauben sollen Fledermäuse Zugang zum Kirchenboden erhalten.

Die Gesamtinvestition war ursprünglich mit 380 000 Euro bei einer Förderung von 241 000 Euro aus dem Programm Ländliche Entwicklung angesetzt. "Das wird vermutlich nicht reichen", sagt Pfarrer Seifert und verweist auf neue Anforderungen der Denkmalpflege an den künftigen Außenputz. "Dazu laufen gegenwärtig umfangreiche Untersuchungen." Der Bauablauf ist damit nicht infrage gestellt. "Wir dürfen Mittel, die ursprünglich für die Sanierung der Friedhofsmauer vorgesehen waren, mit für die Kirche verwenden. Nachteil: Wir müssen damit in Kauf nehmen, dass die Mauer damit weiter unansehnlich bleibt", so Michael Seifert.

fc

Lausitzer Rundschau vom 29. Mai 2013

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