Segen für das Dach

Rogäsener Kirche bekommt 96 000 Euro

ROGÄSEN - Frohe Kunde für alle Rogäsener: Aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm IV will der Bund 96 000 Euro Fördermittel für die Rogäsener Dorfkirche zur Verfügung stellen. Das ließ gestern die CDU-Bundestagsabgeordnete Andrea Voßhoff unter Berufung auf Kultur-Staatsminister Bernd Neumann mitteilen. "Nun kann die Kirche endlich wieder ihr Dach erhalten", so Voßhoff, die sich im März ein Bild von den nötigen Sanierungsarbeiten gemacht hatte (MAZ berichtete). Sie freue sich, dass der Antrag berücksichtigt worden sei.

"Hervorragend, wunderbar", so die Brandenburger Architektin Heidrun Fleege gestern in einer ersten Reaktion, die insgeheim auf diese Hilfe gehofft habe. "Denn die Förderung ist die Voraussetzung, um das Projekt umsetzen zu können, auch wenn bei den Eigenmitteln noch einige Anstrengungen nötig sind." Die aus Rogäsen stammende Heidrun Fleege startete zehn Jahre nach der Turmsanierung den Versuch, dem Gotteshaus wieder ein Dach aufzusetzen. Es wurde 1978 abgetragen, der Dachstuhl war vom echten Hausschwamm befallen. Grundlage für eine Rekonstruktion ist eine Bestandsaufnahme von 2003/4. Nach bisherigen Schätzungen werden etwa 160 000 Euro für ein Dach benötigt, das die alte Form wieder aufnehmen, mit Biberschwänzen gedeckt und im Inneren ein modernes Tragwerk erhalten soll. (na)

Märkische Allgemeine vom 08. Juni 2013

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