Eine Stätte der Hoffnung

Kerkwitzer Kirchengemeinde feiert Jahresfest des Gustav-Adolf-Werkes

KERKWITZ Die Kerkwitzer Kirchengemeinde hat am Sonntagmorgen zum Gottesdienst anlässlich des 169. Jahresfestes des Gustav-Adolf-Werks (GAW) eingeladen. Das Gotteshaus hat eine ganz besondere Beziehung zum GAW und das nicht nur, weil die Kirche selbst den Namen Gustav Adolfs trägt.

Nach dem Gottesdienst verließen die Besucher die Kirche nachdenklich und doch frohen Mutes.  Foto: Jana Pozar/zar1

Die Gemeinschaft kämpft von Anfang an für das friedliche Zusammenleben von katholischen und evangelischen Christen. Und das GAW hat auch den Bau der Kerkwitzer Kirche unterstützt. Dafür wurden einst unter anderem Spenden gesammelt und Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt. Erst vor 61 Jahren, also zu DDR-Zeiten, wurde die Kirche geweiht. Und genau das sei das Besondere am Kerkwitzer Gotteshaus, wusste Roswitha Koch von der evangelischen Kirchengemeinde Region Guben.

Im Juli 1951 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, nachdem Pfarrer Joachim Wernicke das heiße Verlangen der Kerkwitzer nach einem Gotteshaus in einem Brief an das damals zuständige Ministerium geschrieben hatte. "Wir halten unsere Gottesdienste an der Neiße, die Leute schauten sehnsüchtig in ihre alte Heimat, wo einst ihre Kirchen standen", hieß es unter anderem in diesem Brief.

In einer Drucksache des GAW hieß es damals: "Lasst uns hier von ganzem Herzen ein Zeichen der Bruderliebe, des Glaubens und der Hoffnung aufrichten. Hier an der Neiße soll die Kirche als Stätte des Friedens, der Versöhnung und der Vergebung entstehen." Und noch heute haben die Menschen im Dorf eine gute Verbindung zu ihrer Kirche. Pfarrer Eig Müller sagte: "Das soll so bleiben. Ich wünsche euch viel Glück im Kampf gegen den drohenden Tagebau."

Jana Pozar / zar1

Lausitzer Rundschau vom 11. Juni 2013

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