Kirche erstrahlt nun innen wie außen in frischem Glanz

Gemeindemitglieder feiern das Ende der Sanierung

LIESKAU "Tut mir auf die schöne Pforte, führt in Gottes Haus mich ein, ach wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein!" So begann das erste Lied, mit dem die Lieskauer und ihre Gäste einen besonderen Gottesdienst eröffneten: Die Gemeindemitglieder haben das Ende der Sanierung ihrer Kirche gefeiert. Die Kirche zu Lieskau hat eine über 800-jährige Geschichte.

Die Lieskauer und ihre Gäste haben mit einem besonderen Gottesdienst die sanierte Kirche wieder eröffnet.
Foto: Jana Zadow-Dorr/jzr1

Ihre jetzige Bauform erhielt sie Ende des 17. Jahrhunderts. Die längst fällige Verjüngungskur begann 1997, als der Turm mit einem neuen Schieferdach eingekleidet und die Spitze mit einer neuen Wetterfahne gekrönt wurden. 2008 begann die komplette restliche Sanierung, wofür das Architekturbüro Berger und Fiedler die Bauleitung übernahm und die Arbeiten mit regionalen Firmen sowie den Gemeindemitgliedern koordinierte. Zunächst galt es, den Dachstuhl auszubessern und neu einzudecken. Putz und Farben ließen schließlich die Kirche bläulich-weiß erstrahlen. Diese Farbkombination ist nicht oft anzutreffen in der Region.

Die Innensanierung war sehr viel aufwändiger als außen. So mussten Decke, Fußboden und Bänke ausgebessert werden. Der Kronleuchter glänzt frisch restauriert. Die Wände erhielten teilweise neuen Putz und schließlich einen Farbanstrich.

Hierbei sollte die größte Überraschung während der Sanierungsarbeiten zu Tage treten: Rund um die Kanzel legte die Restauratorin Reste eines gemalten mittelalterlichen Vorhanges frei. Dieser Vorhang durfte nicht verloren gehen und wurde wieder hergestellt.

Es stehen nun zwar noch Kleinigkeiten auf dem Plan wie die Sanierung des Taufsteines Leider fanden sich bereits nächtliche Interessenten für die Kupferdachrinnen, aber dennoch wollten die Gemeindemitglieder mit einem Festgottesdienst und Gemeindefest ihr Dankeschön an alle Helfer aus dem Dorf und die beteiligten Firmen aussprechen. Dabei begrüßten sie auch Mitglieder ihrer Partnergemeinde Brüggen/Erft, südwestlich von Köln gelegen.

Jana Zadow-Dorr/jzr1

Lausitzer Rundschau vom 13. Juni 2013

   Zur Artikelübersicht