Kuschkower nehmen mit einem Fest Abschied

Dorfkirche muss wegen Sanierung schließen

KUSCHKOW Mit einem musikalischen Gottesdienst und anschließendem Sommerfest hat sich die Kuschkower Kirchengemeinde von ihrem Gotteshaus verabschiedet. Denn die Dorfkirche wird in den kommenden Monaten saniert.

Mit einem Fest haben die Kuschkower Abschied von ihrer Kirche genommen. Die wird in den kommenden Monaten saniert.
Foto: jgk1

Weiß strahlt die Fassade, zarte grüne Halme bahnen sich ihren Weg durch die Erde davor. Die Sanierung der Ratzdorfer Kirche ist abgeschlossen, Farbgeruch hängt noch in der Luft. Nun stehen nur noch die letzten Arbeiten im Innenraum an. Vor der Kirche werden noch Fahrradständer und zwei Schautafeln angebracht. Denn seit gut fünf Jahren ist sie eine von zwei Radfahrerkirchen am Oder-Neiße-Radweg. Außerdem wird eine überarbeitete Ausstellung im Inneren zu sehen sein, die die Orts- und Kirchengeschichte, die Hochwasserkatastrophen sowie das Kreuz der Begegnung erläutert.

Zu Orgel und Bläsern hatte sich der 24-köpfige Männerchor aus Groß Leuthen auf die Empore gesellt, um dem Bauvorhaben bestes Gelingen zu wünschen. Am kommenden Samstag wird noch ein Paar im Gotteshaus getraut, danach wird die Kirche wegen der anstehenden Bauarbeiten geschlossen. Die Kuschkower müssen dann für einen Kirchenbesuch auf andere Gemeinden ausweichen.

Die evangelische Kirche gehört heute zum Pfarrsprengel Groß Leuthen-Zaue und entstand etwa um 1830 bis 1840 im typischen Rundbogenstil der Schinkelschule. Nun stehen wichtige Sanierungsarbeiten in dem historischen Gebäude an. Beim Putz und den Oberflächen der Grundmauern angefangen, sollen auch die Balken im Dachstuhl des Kirchenschiffes bis hin zum Kaiserstiel der bildet in knapp 22 Metern Höhe die Spitze des Turmes und trägt die Kirchturmbekrönung saniert werden.

"Da steckt viel Energie dahinter und ihm sind in den Unterlagen gewisse Dinge aufgefallen, die uns sonst viel Ärger bereitet hätten", lobte Pfarrer Arndt Kindermann die Mitarbeit von Günter Borch. Der gelernte Tischler hatte die Vorbereitungen für die Bauarbeiten ehrenamtlich begleitet. "Stellvertretend für Alle, die an den Vorbereitungen mitgewirkt haben. Lieber Herr Borch, Sie sind gewissermaßen der Bauleiter der anstehenden Sanierungsarbeiten. Lassen Sie sich ganz herzlich danken", so Kindermann.

Jens Golombek/jgk1

Lausitzer Rundschau vom 03. Juli 2013

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