Kuschkower Kirche erhält Messingkreuz

Außenhülle des Gotteshauses wird umfangreich saniert / Kirchenschiff soll demnächst neu eingedeckt werden

KUSCHKOW Ein leuchtendes Messingkreuz steht seit dieser Woche auf der Turmspitze des Kuschkower Gotteshauses. Es wurde im Rahmen der Sanierungsarbeiten am Dienstag aufgesetzt.

Seit dieser Woche ziert ein Messingkreuz den Turm der Kuschkower Kirche. Sie wird seit Juli umfangreich renoviert.
Foto: Günter Borch

Seit Juli wird die Kirche restauriert. In den vergangenen Monaten wurde laut Pfarrer Arndt Kindermann die tragende Holzkonstruktion an Turm- und Kirchenschiffdachstuhl ausgebessert und überarbeitet. Handwerker deckten das Dach des Turmes neu ein. Demnächst soll das Kirchenschiff neu eingedeckt werden. Dabei haben bereits im September rund 90 Ehrenamtler geholfen. Sie putzten die alten Dachziegel, die wieder verwertet werden sollten, von Hand. Diese sollen die eine Dachseite schützen, während neue Dachziegel für die anderen Hälfte benötigt werden.

Zu den Arbeiten, die noch bevor stehen, gehört auch die Überarbeitung der Fenster, Schallluken und Türen. Schallluken sind Klangarkaden in Kirchentürmen, die den Ton der Glocken ungehindert ins Freie lassen sollen. Renoviert werden sollen zudem die Türen und Bänke der Kuschkower Kirche.

Noch ausstehend, aber geplant ist die Beseitigung von Rissen im Mauerwerk und die Putzausbesserung im Sockelbereich und an schadhaften Stellen im Innen- und Außenbereich, informiert Kindermann weiter. Gefördert wird allerdings bisher nur die Hüllensanierung des Gotteshauses in dem Märkische-Heide-Ort. Die Erneuerung der Elektroanlage aus den 1950er-Jahren muss somit von der Kirchengemeinde alleine getragen werden. Unklar sei, so Kindermann, wann und in welchem Umfang diese Arbeiten erfolgen können.

Fertig gestellt ist seit dieser Woche aber das Turmdach mit dem neuen Messingkreuz. Bei seiner Installation wurde auch eine aktuelle Ausgabe der Lausitzer Rundschau, der Gemeindebrief und ein Satz Euromünzen 2013 sowie weitere Daten hinterlegt. Den Segen sprachen Kirchenältester und Baubeauftrager des Gemeindekirchenrates Günter Borch, Kirchenälteste Beatrix Möbus, Mitarbeiter der Dachdeckerfirma und Pfarrer Kindermann. "So soll dieses Kreuz auf der Spitze des Turmes uns allen sichtbares Erinnerungszeichen sein, worauf der Grund unserer Kirche als Leib Christi ruht und was uns dazu bewegt, diesen Bau aus Steinen für die Gläubigen zu sanieren und zu erhalten", sagte dieser.

Ingvil Schirling

Lausitzer Rundschau vom 10. Oktober 2013

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