Weitere Sanierung gesichert

Vehlefanz (MOZ) Die Sanierungsarbeiten an der Vehlefanzer Kirche können auch 2014 wie geplant fortgesetzt werden. Am 12. Dezember beschlossen Oberkrämers Gemeindevertreter, der Evangelischen Kirchengemeinde Vehlefanz für die kommenden vier Jahre 50 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Geld sowie mit Landeszuschüssen und Kirchenmitteln sollen die nächsten Bauabschnitte der seit 2009 betriebenen Restaurierung des Gebäudes finanziert werden. "Ich bin sehr dankbar, dass es so geklappt hat", sagte Vehlefanz' Pfarrer Thomas Hellriegel auf Anfrage unserer Zeitung. "Das gibt uns viel Planungssicherheit."

Ursprünge im Mittelalter: Der Feldsteinbau wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Seit 2009 wird die Vehlefanzer Kirche saniert. Im Bauabschnitt des kommenden Jahres wird die Außenfassade erneuert.
Foto: Marcus Latton © Marcus Latton

2014 soll mit den Arbeiten am fünften Bauabschnitt begonnen werden, der die Sanierung der Außenfassade umfasst. Insgesamt plant die Gemeinde mit einem nötigen Investitionsvolumen von 135 000 Euro. Vorher stehen zunächst Gespräche mit dem Denkmalschutz an. Der Charakter der Originalputze soll demnach erhalten bleiben, so dass die Baugeschichte der Kirche sichtbar bleibt. "Wir wollen nicht gleich das ganze Gebäude zuputzen", so Pfarrer Hellriegel.

Ende März sollen die Ausschreibungen beginnen, so dass nach Ostern mit den Sanierungsarbeiten gestartet werden kann. Bis zum Herbst soll die Fassade fertig sein.

In den ersten Bauabschnitten wurden von 2010 bis 2013 vor allem das Dach und der Südausbau der Kirche erneuert. Für 2015 ist eine aufwendige Innensanierung des Gebäudes geplant. 2017 sollen die Arbeiten komplett sein. "Wenn alles so läuft wie bisher, werden wir diesen Termin auch einhalten", so Hellriegel.

Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins Mittelalter. Charakteristisch für das Gotteshaus ist der mittelalterliche Feldstein aus dem 12. Jahrhundert. Die heutige Gestalt der Kirche basiert auf einer Kreuzform, die durch die Umbauten nach dem Dreißigjährigen Krieg herausgebildet wurde. Besonders alt ist außerdem ein hölzernes Kruzifix an der Südwand des Kirchenschiffes, das vermutlich in der spätgotischen Zeit im 12. oder 13. Jahrhundert entstanden ist.

Marcus Latton

Märkische Oderzeitung vom 30. Dezember 2013

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