Sanierung der Premnitzer Kirche ist nun endlich abgeschlossen

Wieder so schön wie einst vor 150 Jahren

Die Sanierung der Premnitzer Kirche kan nun endlich als abgeschlossen betrachtet werden. Eigentlich hatte der Bau im Sommer 2010 beginnen sollen, doch erst zwei Jahre später konnte es wirklich losgehen. Wunderschön ist ihr Äußeres geworden, besser kann die Kirche auch nicht bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1858 ausgesehen haben.

Pfarrer Hans-Dieter Kübler (rechts) hat sich herzlich beim Architekten Erhard Löser bedankt.
Quelle: B. Gesk

Premnitz. Jetzt werden die letzten Rechnungen zum Fördermittelgeber geschickt, somit kann die Sanierung der Premnitzer Kirche als abgeschlossen betrachtet werden. Wunderschön ist ihr Äußeres geworden, besser kann die Kirche auch nicht bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1858 ausgesehen haben. Dach, Fassade und Fenster sind aufgearbeitet oder erneuert worden. Nicht zu vergessen ist auch, dass im Dachgebälk sehr viele Teile ausgetauscht werden mussten. Architekt Erhard Löser ist mit den EU-Fördermitteln von 93.600 Euro ausgekommen und die Bausumme von 148.000 Euro wird er auch nicht überschreiten.

Selten hat eine Kirchengemeinde ein vergleichbares Bauvorhaben so oft verschoben wie die Premnitzer. Das lang daran, dass über Jahre hinweg kein passendes Förderprogramm angezapft werden konnte. Eigentlich hatte der Bau im Sommer 2010 beginnen sollen, doch erst zwei Jahre später konnte es wirklich losgehen. Wegen der Verzögerungen hatte die Gemeinde sogar ihre Anfang 2010 gestartete Spendensammlung für die Sanierung unterbrochen. Trotzdem gelang es, die gewünschten 15.000 Euro zusammen zu bekommen.

Detailversessen war Architekt Erhard Löser an seine Aufgabe gegangen. Unzählige Stunden hat er auf der Baustelle verbracht, um mit den Handwerkern die nächsten Arbeitsschritte zu besprechen. Mit den Vertretern des Denkmalschutzes hat er um die besten Varianten gerungen. Vor allem im Dachgebälk mussten viel mehr Teile erneuert werden als am Anfang gedacht. Weil die Anbindung beider Giebel an das Dach lange Zeit undicht war, hatte es gerade in diesen Bereichen viele Schäden gegeben. In die Fenster wurden spezielle Flügel eingebaut, damit die Kirche künftig gut gelüftet wird. Nicht zuletzt wurde der Sockel des Mauerwerks fein und säuberlich saniert.

"Es ist alles sehr schön geworden", hat Pfarrer Hans-Dieter Kübler hervorgehoben. "Wir sind Herrn Löser sehr dankbar für seine Arbeit." Er könne ihn zu dieser Architektenleistung nur beglückwünschen. Eine angenehme Erfahrung sei gewesen, sagt der Pfarrer, dass viele Premnitzer die Bauarbeiten aufmerksam verfolgten und auch bereit waren, mit Spenden das Projekt finanziell zu begleiten. Vor wenigen Tagen habe eine Frau ihm eine Spende von 700 Euro für die Kirche übergeben, berichtet Hans-Dieter Kübler. Weil die gerade abgeschlossene Sanierung ihrem Äußeren gewidmet war, werde dieses Geld für das Innere verwendet. Das Kirchenschiff könne jetzt sehr gut einen neuen Anstrich vertragen.

Von Bernd Geske

Märkische Allgemeine vom 27. März 2014

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