Neuer Glanz für die Ahlsdorfer Kirche

Sanierung des Innenraums schreitet voran / Baufortschritt am und im Gotteshaus ist nicht zu übersehen

Silvia Hessel ist mit restauratorischen Feinarbeiten in der Ahlsdorfer Kirche beschäftigt. Sie nimmt gegenwärtig Ausbesserungen an der Empore vor. Danach sind diese kleinen Schäden an der Bemalung verschwunden.
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Ein aufgearbeitetes Epitaph rechts vom Altar.
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Der Taufengel und im Hintergrund der Altar.
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AHLSDORF Noch geben sich in Ahlsdorf Baufachleute die Klinke der Tür zur kleinen Dorfkirche in die Hand. Aber der Fortschritt, den die Sanierung des Gotteshauses macht, ist nicht zu übersehen. Jetzt wird zum Endspurt angesetzt.

Der Wunsch von Pfarrer Volkmar Homa, Pfingsten schon in der neu sanierten Ahlsdorfer Kirche einen Gottesdienst feiern zu können, hat sich leider nicht erfüllt. Aber er kann dennoch damit leben: Wenn die Kirche jetzt schön herausgeputzt werde, "dann richtig und nicht überstürzt", sagt er. Einweihung könne gut und gerne auch noch später gefeiert werden. Wenn nichts mehr dazwischenkommt, und damit rechnet jetzt keiner der Bauverantwortlichen mehr, dann soll das am 31. August passieren. Aktuell wird für den Nachmittag dieses Tages der erste Gottesdienst nach Abschluss der Sanierungsarbeiten geplant, lässt Homa weiter wissen.

Gut vorangekommen

Dieser Termin dürfte realistisch sein, auch wenn noch einiges zu tun bleibt. "Es sind zwar nur noch Restarbeiten. Aber vier Wochen werden die Fachleute dafür noch brauchen", schätzt Kai Misera, der für die Sanierung zuständige Planer vom Herzberger Architekturbüro Angelis & Partner, ein. Rest arbeiten, die in erster Linie restauratorische Vorhaben in der Kirche selbst, sowie Arbeiten am Sockel des Gotteshauses beinhalten. Denn ansonsten ist man gut vorangekommen, so Misera. Zu den Aufgaben, die bereits erledigt sind, zählt zum Beispiel die Sanierung der Fenster. Diese haben neue Rahmen erhalten, die Bleiverglasung wurde aufgearbeitet und gereinigt. Auch die Kirchbänke sind repariert worden. Defekte Teile wurden ausgetauscht. Ein Teil der Bänke steht bereits wieder in der Kirche, der andere ist von der Gemeinde vorübergehend eingelagert.

Der Wandanstrich ist erledigt. Die Decke wurde saniert, der Stuck aufgearbeitet. "Diese Arbeiten haben deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen, als anfangs kalkuliert", erläutert der Planer, "weil noch deutlich mehr Putz lose war und wir mehr Befestigungen angebracht haben, um die Decke zu sichern."

Überraschung hinterm Altar

Bei den Sanierungsarbeiten und restauratorischen Untersuchungen ist hinter dem Altar noch eine Überraschung zutage getreten. "Es wurde eine Malerei gefunden", berichtet Misera. Diese sei aber nicht freigelegt und jetzt sichtbar, sondern abgeklebt und somit für nachfolgende Generationen gesichert und anschließend mit Wandfarbe überstrichen worden.

Sylvia Kunze

Lausitzer Rundschau vom 11. Juni 2014

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