Farbe der Fenster steht noch aus

Nadja Voigt

Sternebeck (MOZ) Nach längerer Pause haben nun wieder die Arbeiten an der Kirche in Sternebeck begonnen. Noch in diesem Jahr soll die Grundsanierung abgeschlossen werden. Dafür muss nun der Putz an die Außenfassade. So schnell es geht.

Der "Bauausschuss" tagt: Dieter (l.) und Bernfried (r.) Juritz schauen mit Dieter Eckardt in die Unterlagen. Die drei Sternebecker engagieren sich sehr für die Sanierung ihres Gotteshauses.
© MOZ/Nadja Voigt

"Viel später hätten wir nicht anfangen können", sagt Architekt Wolfram Schwelgin vom Ingenieurbüro für Baustatik und Sanierungsplanung Hoppegarten. Putzarbeiten müssten in der Regel bis maximal Ende September fertiggestellt werden, damit vor den ersten Frösten alles fertig getrocknet ist. Die Feuchtigkeit macht dem über 300 Jahre alten Gotteshaus ohnehin zu schaffen. Deshalb werde es aus bauphysikalischen Gründen auch keinen Anstrich geben.

Gemeinsam mit Pfarrer Christian Kohler, Dieter und Bernfried Juritz sowie Dieter Eckardt traf sich der Architekt am Donnerstag zu einer kurzen Baubesprechung am Objekt. Dort sind seit Anfang August die Fachleute der Müncheberger Baugesellschaft zugange. In diesem Fall vier Maurer, die den Putz an die Außenwände der Kirche bringen.

Eigentlich hätten die Bauarbeiten schon früher beginnen sollen, doch es habe noch denkmalrechtliche Untersuchungen gegeben, die den Start hinausgezögert haben. "Nun haben wir einen gemeinsamen Weg gefunden", berichtet der "Bauausschuss", wie Christian Kohler die kleine Gruppe Unermüdlicher nennt. Er lobt das Engagement von Dieter und Bernfried Juritz sowie Dieter Eckardt, die bereits in der Vergangenheit Spenden gesammelt hätten. "Über die Jahre ist viel zusammengekommen", sagt Kohler anerkennend. Viele aus dem Dorf hätten sich ehrenamtlich engagiert. "Es ist wichtig, dass sich die Menschen aus dem Dorf einbringen", sagt Kohler. Schließlich sei es ihre Kirche.

Möglich ist der Abschluss der Sanierungsarbeiten nun durch Fördermittel aus dem Staatskirchenvertrag und Geldern, die der Kirchenkreis, die Landeskirche und die Gemeinde aufbringen. Angesichts der wenigen Gelder, die den Gemeinden für ihre Gotteshäuser bleiben, sei jede Sanierung ein Wunder, macht Christian Kohler deutlich.

Mit dem letzten Bauabschnitt wird die Kirche ein neues Aussehen bekommen: Dominierend sind die roten Backsteinbögen an den Fenstern und die Gesimse. Nun wurde sogar noch ein sogenanntes Zickzack-Gesims am rückwärtigen Teil der Kirche gefunden. Hier muss nun der Denkmalschutz entscheiden, was mit den in die Jahre gekommenen Steinen passiert, ob sie zum Beispiel verputzt werden. Das scheint den Männern vom "Bauausschuss" die sinnvollste Variante, wie sie am Mittwoch deutlich machten. Denn die Backsteine befänden sich in einem schlechten Zustand.

Eine weitere Entscheidung, die noch aussteht, ist die zur Farbe der Fenster. Grau, Braun oder Beige stehen zur Auswahl. "Der Putz rund um die Kirche wird hell und kein Glattputz", berichtet Pfarrer Kohler von den Planungen. "Er wird mit der Struktur der Feldsteine mitgehen."

Der Pfarrsprengel hat ein Konto, auf das Spenden für die Sanierung der Dorfkirche eingezahlt werden können. IBAN: DE37210602370003778770; BIC: GENODEF1EDG

Märkische Onlinezeitung vom 15. August 2014

   Zur Artikelübersicht