Sanierung des Kapper Kirchturms beginnt

Jörg Tägder

Kappe (MZV) "Nun lasst doch mal die Kirche im Dorf." Dieser Satz, oft begleitet von mitleidigem Kopfschütteln, klingt den Mitgliedern des Fördervereins noch heute in den Ohren. Als sie vor vier Jahren ihren Verein zur Rettung der Dorfkirche gründeten, glaubte im Dorf kaum jemand ans Gelingen des ehrgeizigen Vorhabens.

Wird eingerüstet: Der Kirchturm der Kapper Kirche
© Jörg Tägder

Und tatsächlich stand das Projekt mehrmals kurz vor dem Aus: Förderanträge wurden abgelehnt, zugesagte finanzielle Hilfen gestrichen, die Antragsteller immer wieder vertröstet. Doch die Zukunftdenker ließen sich durch gegenwärtige Hürden nicht entmutigen, legten Widerspruch ein, stellten erneut Anträge und suchten Verbündete.

Am gestrigen Mittwoch konnte Christian Schulze, der Vorsitzende des im Jahr 2010 gegründeten Fördervereins Kappe Cappe, aufatmen: Vertreter bauausführender Firmen besprachen die ersten Maßnahmen. Schon in der kommenden Woche wird der 32 Meter hohe Kirchturm eingerüstet, am 15. September mit der Sanierung begonnen. 191 000 Euro stehen dafür bereit. Mit 121 000 ist das Land daran beteiligt. Aufgestockt wird die Summe vom Konsistorium der Landeskirche, vom Kirchenkreis, der Kirchgemeinde und dem Förderverein.

Ob die für 2015 geplante Sanierung des Kirchenschiffes auch realisiert werden kann, ist noch abhängig von der erhofften Förderzusage des Landes. Christian Schulze ist jedoch zuversichtlich, "Jetzt drängt erst mal die Zeit. Wir wünschen uns einen späten Winter, damit die diesjährigen Aufgaben gelöst werden können. Wenn alles klappt, gibt es einen Festgottesdienst mit anschließendem Konzert."

Am Mittwoch, 10. September, treffen sich erst einmal die Vertreter aller bauausführenden Firmen zur "Anlaufberatung" unter Leitung von Planerin Bettina Krassuski. Und dann wird in die Hände gespuckt.

Märkische Onlinezeitung vom 28. August 2014

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