Frische Farbe für Zerkwitzer Kirchturm

Weiterer Teil der Sanierung abgeschlossen / Reparaturen werden fortgeführt

LÜBBENAU Die Kirche in Zerkwitz hat eine weitere Etappe der Sanierung und Reparatur hinter sich. In den vergangenen Wochen ist der Kirchturm malermäßig instand gesetzt worden.

Der Zerkwitzer Kirchturm erstrahlt dank frischer Farbe im Licht des Spätsommers.
Foto: Jan Gloßmann

Zugleich konnten die Fenster im Turm und die Schallluken einen neuen Anstrich im alten Farbton bekommen, teilt Pfarrer Michael Oelmann mit. Für die Sanierung war unter anderem beim Gottesdienst zum Schulanfang und der Goldenen Konfirmation gesammelt worden. "Die Kirchengemeinde Zerkwitz mit den zugehörigen Dörfern ist den Förderern und Behörden dankbar für die neuerliche Pflege", heißt es.

Maler werden auch weiterhin gebraucht. Nächste Aufgabe sind laut Oelmann eine Behandlung von Flächen am äußeren Kirchenschiff sowie ein Neuanstich für die Holztüren der Kirche.

Das Gotteshaus war 1770 neu aufgebaut worden, damals noch ohne Turm. Es existieren aber noch ein Taufstein aus den Jahren um 1250 sowie eine Taufschale von 1650, die auf den Sprachforscher und Pfarrer Jan Chojna verweist. Die urkundliche Ersterwähnung entspricht mit dem Jahr 1315 dem Lübbenaus. Zerkwitz heißt dabei Kirch-Ort. Bis 1796 stand neben der Kirche ein Glockenturm. 1841 wagten Einwohner von Zerkwitz und fünf kleinen Dörfern mit Unterstützung der gräflichen Familie zu Lynar den Bau eines Kirchturms, der zunächst bis zur Firsthöhe des Daches reichte. 1906 setzte die Lübbenauer Firma Trüstedt die Dachhaube auf den Turm; eine Wetterfahne kündet von dieser Jahreszahl. Getrieben von einem mechanischen Werk, zeigt eine Uhr in alle vier Himmelsrichtungen die Zeit an.

Jan Gloßmann

Lausitzer Rundschau vom 09. Oktober 2014

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