Das Fachwerk ist nun grau

Inez Bandoly

Schönberg (MZV) Sie steht mitten im Ort an der Dorfstraße, die Kirche von Schönberg. Der Saalbau aus Fachwerk mit einem Turm an der Westseite sowie einem Pyramidendach wurde 1689 erbaut. Das Baudenkmal erfuhr in den letzten zwei Jahren eine Sanierung und wurde in zwei Abschnitten rundumerneuert.

Stolz auf das Erreichte: Pfarrer Ulrich Baller konnte unter anderem Bürgermeisterin Heidrun Otto begrüßen.
© Inez Bandoly

Das Schmuckstück wurde mit einem Festgottesdienst am Sonnabend feierlich eingeweiht. Pfarrer Ulrich Baller begrüßte gut 80 Gäste in dem Gotteshaus - unter ihnen Heidrun Otto (CDU), Bürgermeisterin von Lindow, sowie den Bauleiter Wolfram Schwelgin. "Die komplette Sanierung stand unter einem guten Stern", sagte er, auch, dass die Arbeit insgesamt "großen Spaß gemacht" hat sowie die Zusammenarbeit mit den Firmen sehr gut war. "Wir sind glücklich und dankbar für alle geleistete Arbeit", so Baller weiter: Und die Schönberger können stolz sein, denn durch ihr eigenes Mittun haben sie einen lebendigen Ort des Glaubens und Miteinanders geschaffen. Die Investition in Höhe von 246000Euro habe sich gelohnt. An den Kosten hatten sich das Land Brandenburg mit 93000 Euro, der Kirchenkreis mit 60000 Euro, die Landeskirche mit 45000 Euro sowie die Kirchengemeinde mit 48000 Euro beteiligt.

Die Farbwahl für den Außenanstrich der Kirche wurde als mutig bezeichnet. "Das Grau wurde den zehn bis zwölf Musterflächen angelegt und wirkt dadurch zurückhaltender", erklärte der Bauleiter. Er beschreibt es als schlicht und schön, zudem unterstreiche es den mit vielen Grautönen gestalteten Innenraum. Die Balken des Fachwerks waren einst dunkel und setzten sich farblich ab. Die Landesdenkmalpflege habe aber keinen alten Bestand gefunden.

Ulrich Baller erklärte, dass früher die Balken auch nur gekalkt wurden und die jetzt erdigen Töne der Schönberger Kirche auch zu den Goldtönen im Innenraum passen. Es sei eine "andere Leichtigkeit", findet Baller. "Übergeben wir diesen Raum seiner Bestimmung", sagte er. Die Schönberger sollen, wie Generationen vor ihnen, glauben, leben und beten.

Nach der neuen Einweihung im Dienste Gottes läuteten nach 90 Minuten die zwei Bronzeglocken, die aus dem 15. Jahrhundert stammen. Die Menschen strömten aus der Kirche, hinüber zum Gemeindehaus. Dort wurde weiter gefeiert.

Märkische Onlinezeitung vom 12. Oktober 2014

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