Orgel erhält ihre Klangfülle zurück

Nach dem ersten, sollen bald zwei weitere Bauabschnitte in Bronkow folgen

BRONKOW "Man hört, dass an unserer Orgel schon etwas gemacht wurde. Man hört aber auch, dass noch einiges zu tun ist", umschreibt Pfarrerin Kathrin Schubert den Ist-Zustand der Orgel in der Bronkower Dorfkirche.

Beim Treffen des Gemeindekirchenrates Bronkow stand am Dienstagabend auch das Thema Carl-Robert-Uebe-Orgel auf der Tagesordnung von Brigitte Rackwitz, Robert Kleemann, Thomas Hegewald, Pfarrerin Kathrin Schubert und Wilfried Karras (v. l.).
Foto: Uwe Hegewald/uhd1

Einem ersten Bauabschnitt sollen zwei weitere folgen und so dem Königsinstrument zu alter Klangfülle verholfen werden.

"Klein aber fein" zählt zu den beliebten Redewendungen, wenn ein vermeintlich kleines Objekt von besonderem Charme umgeben ist.

Für die Dorfkirche in Bronkow, die 2011/2012 umfassend saniert wurde, trifft diese Formulierung zweifellos zu. Jetzt bekommt auch die altehrwürdige Carl-Robert-Uebe-Orgel aus dem Jahr 1886 einen Feinschliff. Der Orgelbauer aus Schlaben (Neuzelle) baute meist kleinere Orgeln, als die in der evangelischen Kirche Bronkow. Auch wenn das Instrument nur über ein Manual, ein Pedal und vier Register verfügt, ist die Orgel von vorangegangenen Generationen regelmäßig gewartet und spielfähig gehalten worden, erzählt Pfarrerin Schubert von einem pfleglichen Umgang der Bronkower mit ihrem Kircheninstrument.

Der positive Trend setzt sich fort, was der erfolgreiche Abschluss des ersten Bauabschnittes belegt. Bei dem ist die Luftanlage restauriert worden. Möglich wurde das durch die erforderliche Bereitstellung von finanziellen Mitteln in Höhe von rund 8000 Euro. Zusammengekommen ist die Summe aufgrund von Zuwendungen durch den Kirchenkreis, durch Kollekten und viele Spenden, würdigt Kathrin Schubert. Stellvertretend nennt sie den Energieversorger envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM) und Wilfried Karras vom "Pensionär-Verein ESSAG Cottbus", Betreuungsbereich Calau. Er zählt zu den aktiven Mitgliedern im Gemeindekirchenrat. "Vorruheständler und Rentner bringen sich in der Initiative ,Pensionäre vor Ort' ein, die von der enviaM unterstützt wird", erklärt er die Hintergründe des Geldflusses. "Entscheidend sind aber die Menschen, die sich engagieren und Dinge voranbringen", ergänzt die Pfarrerin.

Zeitnah wird ein erneutes Anrücken von Experten erwartet, die an der Uebe-Orgel die Bauabschnitte zwei und drei fortsetzen. Für diese Maßnahmen ist ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 15 000 Euro veranschlagt.

Uwe Hegewald/uhd1

Lausitzer Rundschau vom 16. Oktober 2014

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