Kirchensanierung verzögert sich

Krewelin (win) Noch stehen Baugerüste an der kleinen Kirche in Krewelin. Doch die Arbeiten sollten längst abgeschlossen sein. Seit Mai sanieren Bauarbeiter das sakrale Gemäuer.

Noch immer eine Baustelle: Die Außensanierung der Kreweliner Dorfkirche verzögert sich. Der Umfang der Arbeiten wurden unterschätzt.
© MZV

"Wir sollten schon fertig sein, es hat sich jedoch aus verschiedenen Gründen verzögert", sagt Pfarrer Andreas Domke. "Aber wir sind auf der Zielgeraden." So ist das Außengerüst eigentlich nur noch Zierde, die Maler sind mit ihrer Arbeit so gut wie fertig.

Das Fachwerk hatte die Sanierung dringend nötig. Balken und Füllungen der Außenwände warten teils brüchig. Drei Mauern waren betroffen. Die Rückwand hinter dem Altar steht jetzt noch aus. Die 1694 gebaute Kirche war baufälliger als zunächst angenommen.

Rund 90 000 Euro kostet das Vorhaben, finanziert vom Land Brandenburg, der Landeskirche, dem Kirchenkreis sowie der Kirchengemeinde Krewelin. "Den Eigenanteil konnten wir aufbringen", so Domke. Aber jetzt sei die Kasse fast leer. Um das Finanzloch "abzufedern", hat er eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mit einer Geldspende von 50 Euro können Interessierte Pate eines Faches an der Außenwand des Gotteshaus werden - repräsentative Urkunde inklusive.

Ganze 1 300 Euro kamen so nach dem Aufruf im Spätsommer bisher zusammen. Laut Pfarrer Domke würden nicht nur Kirchgänger spenden, auch andere Kreweliner und Gäste von außerhalb. "Das ist ein gutes Zeichen für ein Dorf wie Krewelin." Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann sich bei Andreas Domke unter 03307 2646 oder im Zehdenicker Gemeindebüro unter 03307 2153 melden.

Märkische Onlinezeitung vom 28. Oktober 2014

   Zur Artikelübersicht