Farblich wie vor 100 Jahren

Roland Becker

Nieder Neuendorf (MZV) Die Nieder Neuendorfer Kirchengemeinde will in diesem Jahr die Innensanierung ihres Gotteshauses in Angriff nehmen. Zwischenzeitlich war Pastorin Barbara Eger schon voller Tatendrang. Schließlich meinte sie, das Geld dafür bereits zusammen zu haben. Doch Untersuchungen der alten Farbanstriche haben ergeben, dass sich der Farbuntergrund in einem derart schlechten Zustand befindet, dass die Sanierung deutlich aufwändiger als gedacht wird. Somit steigen die Kosten von 100 000 auf 150 000 Euro.

Bauhistorisches Zeugnis: Die Dorfkirche aus dem 15. Jahrhundert gehört zu Oberhavels ältesten Bauwerken.
© Nicole Scharmer

Ein Drittel der Kosten hat die 700 Mitglieder zählende Gemeinde bereits selbst aufgebracht. Mit Einkünften von Märkten und einer vom eigenen Chor 3Klang gerade eingespielten CD, die zu Ostern erscheint, will die Kirche weitere Geldquellen erschließen. 30 000 Euro kommen vom Kirchenkreis, 25 000 Euro haben die Stadtwerke zugesagt.

Auch an die Stadt erging ein Hilferuf. Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) verspricht bisher allerdings gar nichts: "Wir haben wenig Spielraum für zusätzliche Dinge."

Trotzdem hofft Eger, die Arbeiten noch in diesem Jahr über die Bühne zu bringen. Dann soll sich das Innere der Kirche in Beige- und hellen Grautönen präsentieren, so wie in den 1920er-Jahren. Als Farbtupfer gilt das im Jugendstil gehaltene Fenster hinterm Altar, das sich wieder in einem strahlenden Blau präsentieren wird. Auch das Gestühl der Kirche soll bei der Gelegenheit überarbeitet werden.

Spenden können auf folgendes Konto eingezahlt werden: Evangelische Kirchengemeinde, IBAN DE7921060237 0018 5921 45, BIC: GENODEF 1 EDG

Märkische Onlinezeitung vom 25. Januar 2015

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