Erbschaft hilft der Kirche

Ziel: Bis Ostern Altarraum und Triumphbogen saniert / Teile des Dreisitz des Chorgestühls müssen ersetzt werden

Ein nicht alltäglicher Blick, der sich in der Kirche bietet.
Foto: Doris Ritzka

Eine Erbschaft macht es möglich, freut sich Klaus-Dieter Graf. Er ist Vorsitzender des Bauausschusses des Gemeindekirchenrates. Vor zwei Jahren haben sie so über die Stiftung Denkmalschutz 25 000 Euro erhalten. Die Bedingung: Das Geld sollte direkt für die Kirche verwendet werden.

„Baustellen haben wir hier so einige.“ Klaus-Dieter Graf weiß wovon er da spricht. Die Orgel muss saniert werden und auch die Glocken haben längst ihr Alter erreicht, wo sie umgangssprachlich aufs Altenteil gehören. Und auch im Innern der Kirche bröckelt die Farbe, zeichnen sich riesige Wasserflecken an Decke und Wänden ab.

Ende der 90er Jahren im Rahmen der großen Sanierung der St. Jakobi-Kirche, wo auch die neue, moderne Warmluftheizung eingebaut wurde, wurde auch das Kircheninnere renoviert, das Äußere saniert. „Allerdings erhielten damals die äußeren Strebepfeiler keine Abdeckung, konnte sich das Regenwasser seinen Weg bahnen“, weiß der Baufachmann. Inzwischen hat der Denkmalschutz zugestimmt, haben die Strebepfeiler alle ein Abdeckung. Die Wände sind offensichtlich inzwischen ausgetrocknet, doch jetzt bröckelt die Farbe. So entschloss man sich für eine erneute Renovierung.

Seit Anfang des Jahres steht eine Rüstung in der Kirche, die mittlerweile hier schon ihren Platz gewechselt hat. Die Wasserflecken werden beseitigt, dem Altarraum und auch dem Triumphbogen wieder zu alter Schönheit verholfen. „Die Maurerarbeiten sind bereits beendet, jetzt sind noch die Maler am Werkeln“, so Klaus-Dieter Graf. Und auch der Restaurator hat noch einiges zu tun. Der Altar wird gesäubert, Teile werden erneuert, fehlende ersetzt. Gleiches gilt für den Dreisitz des Chorgestühls.

„Wir rechnen, dass zu Ostern die eigentlichen Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind. Der Restaurator wird sicher noch bis Sommer oder Herbst zu tun haben, denn unter anderem müssen Teile des Dreisitz nachgefertigt werden.“

Viel Arbeit, für die die segenreiche Erbschaft allein die Kosten nicht deckt. „Wir rechnen mit rund 33 000 Euro“, so der Baufachmann des Gemeindekirchenrates. Die Differenz trägt die Kirchgemeinde.

Der Prignitzer vom 06. März 2015

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