Groß Breeser Kirche: Dach und Turm sind saniert

Gemeinde nahm gestern mit einem feierlichen Gottesdienst ihr denkmalgeschütztes Haus wieder in Besitz

Ein Großteil der Dachbalken musste erneuert werden.

Mit einem festlichen Gottesdienst hat die Kirchengemeinde in Groß Breese gestern Vormittag den Abschluss der umfangreichen Bauarbeiten an dem 1879 errichteten Gebäude begangen. Traditionell ziehen die Gläubigen zu Ostern aus dem Gemeindehaus, das sie über den Winter nutzen, wieder zurück in die Kirche. Zu diesem Osterfest ist der Umzug mit dem beruhigenden Gefühl verbunden, dass die Gottesdienste in der Kirche nun wieder unter einem weitgehend erneuerten Dach stattfinden können.

Über zwei Jahre war die Dachlandschaft des Gotteshauses eine Baustelle. Turm und Dach des denkmalgeschützten Gebäudes mussten dringend saniert werden, sagen Pfarrer Sacha Sommershof und Detlef Schulz, Mitglied im Gemeindekirchenrat von Groß Breese.

Beginnen wollten die Groß Breeser eigentlich mit der Erneuerung des Daches über dem Kirchenschiff. Untersuchungen zeigten dann aber, „dass der Zustand des Turms noch etwas problematischer war“, erinnert sich Detlef Schulz. Pfarrer Sommershof spricht von statischen Problemen, die ein zügiges Handeln erforderten. Balken seien ausgetauscht worden, am Gemäuer musste etwas getan werden. Der Turm erhielt eine neue Eindeckung. Detlef Schulz ergänzt die Aufzählung, berichtet vom Glockenstuhl, der dringend gerichtet werden musste. Nun hängt das aus zwei Glocken bestehende Geläut wieder ordnungsgemäß im Turm. 2014 folgte die umfassende Sanierung des Daches. Sommershof und Schulz schildern, dass ein Großteil der Balken ausgetauscht und andere neu verankert werden mussten, bevor das Kirchenschiff seine neue Eindeckung erhielt.

Gut 200 000 Euro kostete die denkmalgerechte Instandsetzung, finanziert von der Landeskirche, dem Kirchenkreis, der Kirchengemeinde und zahlreiche Spenden, „für die wir herzlich danken“, so Sommershof, und er hebt den Gemeindekirchenrat hervor, der die Baubegleitung weitgehend in seinen Händen hatte. Schulz ist im Namen des Gemeindekirchenrates dankbar für die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Architektin Brigitte Barow, den Baufirmen und der Denkmalpflege.

Der Prignitzer vom 30. März 2015

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