Sacroer Gotteshaus wird zur Radwegekirche

Feierliche Widmung mit Pfarrer Bodo Trummer / Idee stammt von Tagung in der "Fahrradhauptstadt" Münster

FORST Rund 200 Radwegekirchen gibt es in Deutschland. Jüngste ist seit Sonntag die Dorfkirche in Sacro. Während des Gottesdienstes um 14 Uhr wurde sie zur "Radwegekirche" gewidmet. Viele Christen besuchten das Gotteshaus am Oder-Neiße-Radweg mit dem Fahrrad.

Mit dem Fahrrad kam auch die sechsjährige Ida Pottag.
Foto: aha1

Neben den Mitgliedern der Kirchengemeinde hieß Pfarrer Bodo Trummer auch Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs aus Cottbus willkommen. Musikalisch begleitet wurde die Widmung von Kreiskantor Peter Wingrich am Klavier. Sichtbares Zeichen war ein Fahrrad-Oldtimer der Marke Dürkopp aus dem Jahr 1928, den der Forster Sammler Lutz Nerlich leihweise zur Verfügung stellte.

Noch sei die Kirche eine Radwegekirche i. G. also in Gründung begriffen, sagte Bodo Trummer. Noch sei vieles zu tun, wie eine Bank für die Einkehrenden aufzustellen und das Hinweisschild am Oder-Neiße-Radweg anzubringen. Hoch erfreut über die Initiative zeigte sich Petra Neumann, die Geschäftsstellenleiterin des Tourismusverband Niederlausitz. "Wir wollen künftig dafür sorgen, dass stets ausreichend Informationsmaterial über Radwege der Region hier ausliegt", versprach sie. Die Idee für die Radwegekirche brachte Bodo Trummer aus der deutschen "Fahrradhauptstadt" Münster mit, als er dort vor zwei Jahren gemeinsam mit Regina und Frank Sensel eine Tagung der Evangelischen Kirche Deutschland zum Thema "Radwegekirchen" besuchte. "Wir haben viel zu bieten. Doch letztlich muss jede Kirche ihr eigenes Profil entwickeln", lautet die Bilanz der drei.

Angela Hanschke/aha1

Lausitzer Rundschau vom 18. Mai 2015

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