Kirchenglocken in Dörrwalde werden am Sonnabend geweiht

DÖRRWALDE Die jahrzehntelange Sanierung der Dörrwalder Kirche (Dorfkirche des Monats Mai 2010) ist bald beendet. Mit der Weihe der zwei neuen Turmglocken soll das aufwendige Projekt nun abgeschlossen werden.

Bald wird der Dörrwalder Kirchturm nicht mehr stumm sein. Am 6. Juni läuten seine beiden neuen Glocken zum ersten Mal.
Foto: trt1

Am kommenden Sonnabend werden Glockenweihe und Sanierungsende nun gefeiert. Das kündigt Pfarrerin Manuela Michalke an.

Der Festgottesdienst zur Weihung beginnt um 14 Uhr und wird von Superintendent Michael Moogk gehalten. Darüber hinaus sei ein Konzert mit den "Schützlingen" unter Leitung von Musiklehrerin Urte Schütz geplant. Zudem stehe "Kirche zum Genießen" auf dem Programm. Die beiden Glocken, mit deren Weihe die lange Sanierung nun endet, seien bereits im vergangenen Juni nach Dörrwalde transportiert worden, so die Pfarrerin. Die beiden Klangkörper aus Bronze stammten aus einer evangelischen Kirchgemeinde im Saarland. In den zurückliegenden Monaten sei der Glockenstuhl eingebaut worden, ebenso die Läuteanlage. Nunmehr befänden sich alle Teile an ihrem richtigen Ort. Die Glocken hätten ein Gewicht von 445 und 161 Kilogramm.

Demnächst solle in Abstimmung mit den Dörrwaldern eine Läuteordnung festgelegt werden. Nach Vorstellungen der Kirche könnten die Glocken jeden Mittag um 12 Uhr und zur Abendstunde um 18 Uhr erklingen. Hinzu kämen Glockenklänge für festliche Anlässe wie Ostern, Weihnachten und Hochzeiten. Die Sanierung der Kirche hatte bereits in den 1990er-Jahren begonnen. Der Aufbau des zur Jahreswende 1974/1975 halb eingestürzten und anschließend abgerissenen Turms begann 2010. Er wurde zwei Jahre später vollendet. Die während des Einsturzes im Bauwerk befindlichen Glocken sind heute vor der Kirche ausgestellt. Aufgrund der erlittenen Schäden konnten sie nicht mehr eingesetzt werden.

trt1

Lausitzer Rundschau vom 02. Juni 2015

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