Außen ist die Kirche jetzt fertig

Fortgang der Sanierungsarbeiten wird im Januar mit der Denkmalbehörde abgestimmt / Große Glocke bekommt Stellplatz im Eingang

von rehi

Vom Kirchturm ist jetzt auch wieder die Uhrzeit abzulesen, und Dach und Fassade zeigen sich frisch saniert.
Foto: Renè Hill

„Seit Ende November ist auch die Uhr wieder funktionstüchtig“, berichtet Gerd Thiedemann, Vorstand vom Kirchenbauverein Lindenberg. „Damit ist der Außenbauabschnitt abgeschlossen.“ Insgesamt flossen 150 000 Euro in die Sanierungsmaßnahmen. Die Kirche erhielt ein neues Dach, die Außenfassade wurde ausgebessert, ebenso die Fenster.

Die Uhr, die nun den Lindenbergern wieder anzeigt, was die Stunde geschlagen hat, wurde überholt. Allerdings muss hier noch das Schlagwerk angeschlossen werden. „Aber das ist eine Kleinigkeit“, meint Thiedemann. Ebenfalls noch offen ist die Installation des Blitzschutzes.

Die Besucher des Pfarrhauses müssen jetzt nicht mehr im Dunkeln laufen, denn eine Gehweg-Beleuchtung zwischen der Straße und dem Pfarrhaus sorgt nun für Licht. Vier morsche Tannen wurden gefällt, die Sicht auf die Kirche ist wieder frei. Eine Tanne muss noch gefällt werden, dann rückt auch das Pfarrhaus wieder ins Blickfeld der Vorbeifahrenden.

Als Gerd Thiedemann dies erzählt, klingt etwas Wehmut in seiner Stimme, denn auf der freien Fläche sollte ein Häuschen für die große Glocke entstehen. „Doch das ist zu teuer“, sagt er. „Es würde 9000 Euro kosten.“ Seitens des Vereins wurden neue Pläne entworfen: „Im Eingangsbereich soll der Holzverschlag weg. Dort kann dann der neue Stellplatz für die Glocke entstehen.“ Diese steht gegenwärtig gleich neben der Tür. Später soll sie dann sogar beleuchtet werden und schon beim Betreten der Kirche für einen ersten „Aha-Effekt“ sorgen.

Die Glocke gibt gleichzeitig einen Blick in Lindenberger Kirchengeschichte. Die Namen der Gemeindekirchenältesten sind auf ihr ebenso verewigt, wie Pfarrer Mascher, zu dessen Amtszeit die Glocke gegossen wurde.

„Im nächsten Jahr wollen wir den zweiten Bauabschnitt angehen“, blickt Gerd Thiedemann nach vorn. „Dazu gibt es im Januar eine Beratung mit dem Denkmalschutz. Danach steht fest, welche Dinge in Angriff genommen werden.“ Auch hier werden aus Kostengründen Abstriche gemacht werden müssen. Inwieweit das Freilegen der entdeckten Wandmalereien angegangen werden kann, steht noch nicht fest.

„Komplett ist es auf alle Fälle nicht möglich, das würde über 100 000 Euro kosten. Wenn auch der innere Bauabschnitt abgeschlossen ist, dann soll mit der Sanierung der Orgel begonnen werden, die zwischen 12 000 und 30 000 Euro kosten wird, wie Gerd Thiedemann weiß.

Inzwischen ist die Kirche auch wieder eingeräumt, sodass Konzerte und Gottesdienste wieder stattfinden können.

Der letzte Gottesdienst in diesem Jahr findet am Heiligen Abend um 15.30 Uhr statt. „Dann ist die Kirche immer voll“ , so Gerd Thiedemann, der noch auf die eine oder andere Spende hofft, um die anstehenden Sanierungsmaßnahmen abschließen zu können.

Der Prignitzer vom 18. Dezember 2017

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