FACHWERK UND DACH WERDEN ERNEUERT / GESAMTBAUKOSTEN MIT 138 000 EURO ANGEGEBEN

Kirche in Neubrück vor Sanierung

Tatjana Littig

Neubrück (MOZ) Das Hauptschiff der Kirche in Neubrück ist im guten Zustand - anders ist es um die Winterkirche bestellt. Tiefe Risse zieren Wände und Decke, weil das Fachwerk des Eingangsbereichs marode ist. Auch das Dach der Kirche muss saniert werden. Beides ist für dieses Jahr geplant.

Besserung in Sicht: Günter Poeschke, Vorsitzender der Fördervereins Dorfkirche Neubrück, steht vor der Kirche im Ort. Das Fachwerk des Eingangsbereichs ist stellenweise verrottet. Im oberen Bereich driftet die Konstruktion auseinander
© Foto: MOZ/Jörn Tornow

2008 wurde der Förderverein Dorfkirche Neubrück gegründet. Das Ziel der Mitglieder: die Sanierung der Kirche im Ort. Nach gut zehn Jahren Bestand ist der Förderverein am Ziel. In diesem Jahr sollen Fachwerk und Dach erneuert werden. Die letzte große Veranstaltung, die der Verein in der Kirche organisiert hat, fand in der Adventszeit statt, ein musikalischer Nachmittag mit Orgelmusik, Gitarren- und Flötenspiel sowie Weihnachtsgeschichten.

Der vorerst letzte Gottesdienst steht noch bevor. Er findet am 21. Januar um 10.30 Uhr statt. Danach werde der Förderverein die obere Etage, die derzeit als Lagerraum genutzt wird, frei räumen, informiert der Vereinsvorsitzende Günter Poeschke. "Beim Baugeschehen geht es in aller erster Linie um die Sanierung des Fachwerkes und des Dachs", erklärt er. Beide Baustellen könnten Überraschungen bergen. "Aber wir hoffen nicht", betont er. Neben Fachwerk und Dach werden auch die Treppe und der Fußboden im Eingangsbereich ausgebessert sowie die Risse an Wänden und Decke in der Winterkirche geschlossen. Auch von außen soll die Kirche dann in neuem Glanz erstrahlen. Im ursprünglichen Glanz, klärt Günter Poeschke auf.

Für die Baumaßnahme sind insgesamt 138 000 Euro veranschlagt. Davon werden 75 Prozent gefördert durch die lokale Aktionsgruppe Oderland im Rahmen von LEADER, einem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum. Den Eigenanteil in Höhe von 34 500 Euro tragen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Beeskow, der Förderverein sowie die Gemeinde Rietz-Neuendorf. Die Gemeinde steuert 5 000 Euro zur Sanierung bei, 10 000 Euro kommen vom Förderverein, die dieser aus Veranstaltungserlösen und Spenden generiert hat. Bauauftraggeber ist die Evangelische Gesamtkirche Beeskow.

"Der Förderverein war es, der die Sanierung angeschoben hat", erklärt Günter Poeschke. "Wir sind stolz, dass uns das nun gelungen ist." Zum Jahresende soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein. Um einen weiteren Fördertopf - nämlich Fördermittel aus dem Denkmalschutz - möchte man sich zusätzlich bewerben, damit Türen, Fenster und Gestühl aufgearbeitet werden können. Nach Möglichkeit solle auch dies im Rahmen der großen Sanierung durchgeführt werden, sagt Günter Poeschke. Zum Jahresende ist eine Feier vorgesehen. Auf einen konkreten Zeitpunkt möchte sich der Vereinsvorsitzende nicht festlegen - nun, wo man am Ziel sei, kommt es auf einige Wochen mehr oder weniger nicht mehr an, findet er. Die Arbeiten, für die die Finanzierung schon steht, waren bereits ausgeschrieben und sind vergeben. "An Firmen aus der Umgebung", beteuert der Neubrücker. Sobald die Witterungsverhältnisse und Auftragslagen der Firmen es zulassen, werden die Arbeiten beginnen.

Ob der Verein sich nun auflöst, wo das Ziel erreicht ist? Günter Poeschke verneint. In der Satzung des Vereins stehe, dass Neubrück über die Grenzen hinaus bekannt gemacht werden solle, informiert er. Dafür werde sich der Förderverein mit seinen derzeit 24 Mitstreitern - "und nicht nur gläubige Christen", wie der Vorsitzende betont - auch weiterhin einsetzen. Wie es indes um die Veranstaltungen steht, die der Verein sonst über das Jahr in der Kirche organisiert, ist noch nicht ganz raus - wird aber rechtzeitig bekannt gegeben.

MOZ.de vom 10. Januar 2018

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