Schulzendorf

Sanierung der Patronatskirche geht voran

Seit knapp 20 Jahren kümmert sich der Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers Schulzendorf um die Sanierung des Gotteshauses. Zum großen Jubiläum im kommenden Jahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Heidi und Herbert Burmeister in der Patronatskirche Schulzendorf.
Quelle: Heidrun Voigt

Schulzendorf In der vergangenen Woche nahm Heidi Burmeister für den Verein zur Wiederherstellung der Patronatskirche und des Dorfangers Schulzendorf eine Spende von der Stiftung Dahme-Spreewald der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) zur Restaurierung der Patronatskirche entgegen. „Ich habe die Hoffnung, wenn unser Verein nächstes Jahr 20 wird, dass wir dann die Arbeiten an der Innenausstattung im Wesentlichen abschließen können“, sagt Heidi Burmeister.

Die Vorstandsfrau erinnert sich noch an die erste Spende der MBS-Stiftung für die Patronatskirche. „Wir haben damals selbst nicht geglaubt, dass wir es in 20 Jahren schaffen. Wir dachten, unsere Kinder und Enkel setzen die Restaurierung einmal fort“, so Heidi Burmeister. Ihr Mann Herbert, der zu den Vereinsgründern gehört, betont, dass die MBS der Hauptsponsor sei, gefolgt vom Landkreis Dahme-Spreewald.

Einzeigeruhr wurde instandgesetzt

In der Kirche ist viel passiert. Es begann 2000 mit Aufräumarbeiten, der Dachstuhl und der Glockenstuhl wurden saniert, 2003 das Dach neu eingedeckt. Die Fenster wurden im Laufe der Jahre saniert beziehungsweise rekonstruiert. Die Wandmalereien wurden gereinigt und fixiert, eine Küche und eine behindertengerechte Toilette in die ehemalige Winterkirche eingebaut. Die Einzeigeruhr wurde instandgesetzt. Der Taufengel kehrte in die Kirche zurück. Das Epitaph und die Wappentafeln wurden restauriert. Im Februar wurden die Arbeiten in der Apsis abgeschlossen. Die Decke wurde gemacht. Die Fensterwangen, der Triumphbogen, die Türummalung wurden restauriert und teilweise behutsam ergänzt.

Auch Sachspenden haben geholfen

„Insgesamt 14.000 Euro sind zuletzt in die Apsis geflossen. Das haben wir aus eigener Kraft, ohne Fördermittel geschafft“, sagt Heidi Burmeister stolz. Sie verweist darauf, dass das Geld vom Pausenimbiss bei Veranstaltungen in der Kirche, Bürgerspenden und Mitgliedsbeiträgen stamme. Bis zum nächsten Jahr will sich die Vorstandsfrau mit dem Schatzmeister zusammensetzen und ermitteln, wie viel Gelder insgesamt in die Patronatskirche gesteckt wurden. Zum zehnten Vereinsgeburtstag seien es 160.000 Euro gewesen, erinnert sie sich. Herbert Burmeister fügt hinzu, dass auch Sachspenden geholfen hätten. Beispielsweise sei ein Tischler bei der Sanierung der Decke in der Apsis eingesprungen, habe dort Tischlerarbeiten erledigt, damit die Restauratoren ihre Arbeit fortsetzen konnten.

„Jetzt wollen wir das Geld für die Restaurierung der Westempore, des Orgelgehäuses, der farbigen Einhausung der Treppe sowie der Holzwand hinter dem Orgelstandort zusammenbekommen. Dabei ist die MBS-Spende eine große Hilfe“, sagt Heidi Burmeister. Nach einem ersten Angebot beliefen sich die Kosten für dieses Projekt auf rund 7.500 Euro.

Von Heidrun Voigt

Märkische Allgemeine vom 26. Juni 2018

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