Freyenstein

Ab jetzt barrierefrei in die Kirche

An der Kirche in Freyenstein ist jetzt eine neue Zuwegung geschaffen worden. Die Arbeiten am Kirchturm sind insgesamt etwas teurer geworden als zunächst geplant worden war.

Die neue behindertengerechte Zuwegung an der Kirche in Freyenstein.
Foto: Björn Wagener

Freyenstein Die Kirche in Freyenstein ist jetzt auch barrierefrei erreichbar. Rollstuhlfahrer und Menschen, denen das Treppensteigen schwerfällt, können ab sofort eine neue Zuwegung benutzen. Sie führt vom großen Eingangstor rechts neben dem Zugang für Fußgänger zum Eingangsportal der Kirche. Die roten Pflastersteine wurden dieser Tage verlegt.

Nun besucherfreundlicher

Damit ist die Kirche wieder ein weiteres Stück besucherfreundlicher. Möglich gemacht wurde dieser neue Zugang innerhalb der Sanierungsarbeiten am Kirchturm. Diese wurden zwar schon Anfang Juni mit einem großen Fest abgeschlossen, aber die Pflasterarbeiten gehören zu den weiteren Kleinarbeiten, die noch erledigt werden mussten. Dazu gehöre übrigens auch die Aufarbeitung der alten hölzernen Eingangstür. Diese Arbeit solle ebenfalls in Kürze erledigt werden, sagt Friedhelm Kanzler vom Gemeindekirchenrat.

Rund 40 000 Euro fehlen

Dort sei man froh, dass der Kirchturm samt Spitze, Uhr und Ziffernblätter erneuert werden konnte. Jedoch hätten die Arbeiten mehr Geld gekostet als ursprünglich geplant: Mit etwa 330 000 Euro statt einkalkulierter 290 000 Euro werde zu rechnen sein. „Es ist uns leider nicht gelungen, weitere Fördermittel für das Projekt zu gewinnen“, sagt Friedhelm Kanzler. Das heißt, es fehlen rund 40 000 Euro. Wie der Betrag aufgebracht werden kann, stehe noch nicht fest. Diese Aufgabe werde alle an der Planung und Finanzierung Beteiligten noch beschäftigen.

Auch das Joch wäre eigentlich ein Sanierungsfall

Doch die Kirchturmsanierung wird womöglich nicht das letzte Bauprojekt an dem Gotteshaus gewesen sein. Eigentlich, so Kanzler, müsse auch das altersschwache rund 300 Kilogramm schwere Joch, also die Aufhängung für die große Glocke, erneuert werden. Das Auswechseln sei nur mit hohem Aufwand zu realisieren. Eine erste Schätzung der Kosten habe rund 12 000 Euro ergeben. Da dieses Geld aber vorerst nicht aufgebracht werden könne, müsse das Vorhaben erst einmal zurückstehen.

Darüber hinaus hätten eigentlich auch die gemauerten Pfeiler am Kirchenschiff eine Sanierung dringend nötig. Doch auch das sei aus finanziellen Gründen noch Zukunftsmusik.

Von Björn Wagener

Märkische Allgemeine vom 05. Juli 2018

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