27.05.2019  –  Märkische Oderzeitung

Dolgelin – Mit „Hallelujah“ Kirchdach gefeiert

Vollbracht: Ein Teil der 250  Helfer, Sponsoren und Unterstützer stellte sich mit Stolz vor dem neu Erschaffenen auf.© Foto: Matthias Lubisch

Dolgelin (Eva-Maria Lubisch) Das neue, rot leuchtende Kirchendach wurde am Sonnabend festlich eingeweiht. Um die 250 Einwohner und Besucher, darunter Vereinsmitglieder, Helfer, Sponsoren und Unterstützer kamen zu diesem Festakt. Der singende Bauer Paul Scherhag aus Letschin eröffnete mit dem Lied „Großer Gott wir loben dich…“ das umfangreiche Programm. Pfarrer Martin Müller betonte in seiner Andacht „Es ist ein gelungenes Werk entstanden, woran jahrzehntelang niemand geglaubt hat, mit diesem Dach ist es eine „Ruine unter dem Dach“.

Im Jahr 2002 gab es Ideen und Gedanken dazu. Sieben Idealisten gründeten den Förderverein dessen Mitgliederzahl sich mittlerweile verdoppelt hat. Die Vereinsmitglieder mit ihren Vorsitzenden Michael Pfeiffer begleiteten die Planung und sammelten unermüdlich Spenden. Der Pfarrer richtete seinen Dank an alle am Bau beteiligten Firmen, Sponsoren und den Aktiven vom Förderverein. Ein großes Lob ging an die Firma Helmut und Christian Franz die trotz einiger Hürden Unmögliches möglich machten und eine super Arbeit leisteten. Zu Gast war auch der ehemalige Pfarrer von Dolgelin, Olaf Schmidt, dessen jetzige Kirchengemeinde Falkensee ist, und diese Initiative weiterhin finanziell unterstützten will. „Wir stehen hier vor einer Erfolgsgeschichte die mich zutiefst beeindruckt“, erklärte Pfarrer Schmidt. Bürgermeister von Lindendorf Helmut Franz gab eine kurze Übersicht über das verbaute Material wie z.b. Holz, Schalungen, Schussnägel, Biberschwänze und mehr. Außerdem bemerkte er „Fenster und Türen wären auch sehr gut und vielleicht auch mal einen Kirchturm, denn Träume darf man haben“.

Mit den Worten „Oh ihr dollen Dolgeliner, ihr habt es geschafft dieser Kirche ein Dach aufzusetzen“, begrüßte Michael Pfeiffer die Gäste und erinnerte das Siegfried Jäger diese glorreiche Idee im Jahr 2002 hatte. Entscheidend für den Dachbau war das Jahr 2013, als der Westgiebel für sehr viel Geld saniert wurde und damit die Ruine genutzt werden konnte. Im gleichen Jahr fand der erste Weihnachtsmarkt statt. Ein Ereignis, das seine unaufhaltsame Anziehungskraft weit über die Grenzen Dolgelins hatte. Die Vorsitzende des Fördervereins „Dolgeliner Dorfkirche“ Heike Schulze, enthüllte die Gedenktafel. Auf 17 Dachziegeln, das Symbol fürs Dach, wurden 250 Namen von allen Aktiven Beteiligten und Spendern eingraviert. Musikalisch unterhielten die „Seelenfänger“ Leonie Mark, Lydia, Jana und Siggi, sowie der Männergesangsverein.

Märkische Oderzeitung, 27.05.2019
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