05.06.2020  –  Lausitzer Rundschau

Restauriertes Kruzifix schmückt Altar in der Terpter Dorfkirche

Ein restauriertes Kruzifix schmückt wieder den Altar in der Terpter Dorfkirche. Das wertvolle Stück erhielt in einer Berliner Werkstatt seinen ursprünglichen Glanz zurück.

05. Juni 2020, 16:33 Uhr•Terpt
Von Birgit Keilbach

Während des Gottesdienstes am Pfingstmontag enthüllten die Kirchenältesten Axel Dehlan und Henry Lehniger das restaurierte Altarkreuz in der Dorfkirche von Terpt.

Einen ganz besonderen Moment erlebten die Mitglieder der Kirchengemeinden von Terpt, Duben, Hindenberg und Willmersdorf-Stöbritz am Pfingstmontag. Während des von Prädikantin Carola Graßmann thematisch darauf abgestimmten Gottesdienstes enthüllten die Kirchenältesten Axel Dehlan und Henry Lehniger das rund 130 Jahre alte Kruzifix auf dem Altar und führten es so wieder seiner Bestimmung zu. Schon seit Längerem war die Standsicherheit des rund zehn Kilogramm schweren Kreuzes nicht mehr gewährleistet. Daher konnte es nicht mehr auf dem Altar stehen. 

Zahlreiche Beschädigungen am kunsthistorisch bedeutsamen Kreuz

Das kunsthistorisch bedeutsame Messingkreuz mit dem gekreuzigten Christus und einem kunstvoll angefertigten Ständer wies zahlreiche Beschädigungen auf, darunter Löcher, Korrosionsspuren und eine fleckige Christusfigur, die zudem nicht korrekt platziert war. Restaurator Olaf Ignaszewski hatte dem wertvollen Stück in seiner Berliner Werkstatt Stabilität und ursprünglichen Glanz zurückgegeben. Bereits zu Ostern sollte der Kulturschatz eigentlich wieder an seinen Platz in der Kirche zurückkehren. Aufgrund der Gottesdienstverbote wegen der Corona-Pandemie musste dies jedoch verschoben werden.Die Mitglieder der Kirchengemeinden waren beeindruckt von der besonderen Art der Präsentation im Gottesdienst und der Wirkung des glänzenden Kruzifixes am angestammten Platz in der Dorfkirche. „Der ganze Altar gewinnt an Würde durch dieses eindrucksvolle Kreuz. Man nimmt diesen jetzt viel bewusster wahr“, fasste Karin Eckert das Gefühl in Worte.Die Restaurierung kostete laut Prädikantin Carola Graßmann rund 2900 Euro. An der Finanzierung beteiligten sich die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald mit 1600 Euro, der Kirchenkreis Niederlausitz mit 600 Euro und der Förderkreis Alte Kirchen der Luckauer Niederlausitz mit 300 Euro. Den restlichen Betrag steuerten die Christen des Pfarrsprengels Terpt bei.

Lausitzer Rundschau, 05.06.2020
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Dorfkirche Terpt im Pressespiegel
Restauriertes Kruzifix schmückt Altar in der Terpter Dorfkirche 05.06.2020 · Lausitzer Rundschau