Ein Segen für das Gotteshaus

 
Katholische Kirche Angermünde: Gemeindemitglied Jan Burmeister hält die frisch renovierte Kirche von Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr für Besucher offen.

Angermünde (ei/MOZ) Die Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt zeigt sich in neuem Glanz. Die Innenwände erhielten frische Farbe. Der Fußboden wurde erneuert, die Altarstufen bogenförmig angeordnet. Die Arbeiten sind ein Segen für das Gotteshaus. Alles sieht viel freundlicher als vorher aus. Nach der Verschönerungskur gab es vor einigen Tagen wieder einen Gottesdienst mit mehr als 120 Teilnehmern.

"Wir sind sehr zufrieden", erklärt Gemeindemitglied Jan Burmeister, der die Kirche von Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr für Besucher offen hält. Er verweist vor allem auf ein Gips-Relief, das den Kreuzweg darstellt. Es wurde von alter brauner Farbe befreit. Die ursprünglichen Töne sind wieder zu sehen. Das Relief war 1954 aus der Berliner Pfarrei St. Antonius nach Angermünde gekommen.

Die katholische Kirche an der Gartenstraße wurde 1894 geweiht. Das Kirchengebäude ist in dem für die Zeit üblichen historisierenden Stil errichtet worden. Zu diesem Zeitpunkt existierte in Angermünde schon über vierzig Jahre eine eigenständige Gemeinde, die ihre Gottesdienste bis dahin jedoch in privaten Räumen feiern musste.

Im Jahr 1915 wurde die verglaste Rosette zugemauert, da die Glasfront sehr undicht war und so Schäden am Gebäude und der Orgel entstanden. In den letzten Kriegswochen hinterließen einschlagende Granaten starke Schäden an den Fenstern.

Im Jahr 1994 waren schon einmal größere Reparaturen nötig. Der schwere Altar und die drei Stufen wurden wieder entfernt und durch einen leichteren Altar ersetzt. Auch wurden zwei Fenster wieder geöffnet.

Im Jahre 2003 wurde die ehemalige Gemeinde St. Maria Himmelfahrt Angermünde durch Beschluss des Erzbischofs aufgelöst. Seitdem gehört diese Gemeinde zur Katholischen Pfarrgemeinde Schwedt. Trotzdem sieht sich die Gemeinde Angermünde immer noch recht selbständig. Viele Aktionen erfolgen in eigener Regie. Das über viele Jahre entstandene Selbstbewusstsein als Gemeinde widerspiegelt sich in vielfältigen Veranstaltungen. Raum dazu bieten das Pfarrhaus, die Gemeinderäume und nicht zuletzt der liebevoll gepflegte Garten.

"Wir würden in unserer Kirche auch gern Konzerte durchführen", berichtet Burmeister. "Sie hat eine gute Akustik."

Offene Kirche: Montag bis Freitag von 11 bis 14 Uhr

Märkische Oderzeitung vom 04. November 2009

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