In akuter Not! Spendenaufruf für die Dorfkirche von Küstrinchen

Dorfkirche von Küstrinchen

Inmitten der reizvollen uckermärkischen Landschaft, umgeben von Wäldern und Seen liegt – unweit der Stadt Lychen – das Dorf Küstrinchen. Es sind nur wenige Häuser, die keine regelmäßige Dorfform bilden und dazwischen ragt auf dem alten Friedhof ein verbretterter gedrungener Kirchturm aus dem Dickicht von Bäumen und Sträuchern. Schon beim ersten Hinschauen sieht man die Löcher im Dach des bescheidenen barocken Putzbaus.

Das Vorhängeschloß am Westportal ist zerstört, so dass man ohne Weiteres in den Kirchenraum gelangt. Einige Holzabsteifungen stabilisieren notdürftig die flache Holzdecke. Aus dem gemauerten Altartisch sind Steine herausgebrochen, Fenster sind kaputt und Reste des Gestühls durch Witterungseinflüsse verfault. Dachstuhl und Emporeneinbauten sind durch Schwamm geschädigt. In einem abgetrennten Raum unter der Empore steht – wie vergessen – ein verstaubtes Harmonium.

Das restliche Inventar – einschließlich Orgel und Glocken – wurde vorsorglich ausgelagert. Gottesdienste fanden in dieser Kirche bis etwa 1970 statt. Als Pfarrer Stechbarth 1981 die Pfarrstelle in Lychen übernahm, fand er schon ein verwahrlostes Kirchengebäude vor. Mehrfach wurden kleinere Sicherungsmaßnahmen durchgeführt, die jedoch letztlich den fortschreitenden Fall nur zeitlich hinauszögern konnten. Seit einigen Jahren ist die Dorfkirche von Küstrinchen baupolizeilich gesperrt.

Als Gotteshaus wird das Gebäude im Ort eigentlich nicht mehr gebraucht. Küstrinchen hat 49 Einwohner, davon gehören ganze 9 zur evangelischen Kirchengemeinde. Wenn überhaupt, besuchen sie die Gottesdienste im nahen Lychen. Trotzdem kann man die Kirche, die erst in diesem Jahr in die Denkmalliste des Landkreises Uckermark eingetragen wurde, nicht aufgeben. Für den September haben die Kirchengemeinde und der Förderkreis Alte Kirchen zu einer möglichst breiten Diskussion geladen, bei der es um Möglichkeiten einer alternativen Nutzung und um Maßnahmen zur Instandsetzung gehen soll.

Dorfkirche von Küstrinchen

Als erste Maßnahme wurde über die Kirchbau – Truppe der Diakonie in Angermünde eine AB-Maßnahme beantragt, die eine Notsicherung des Kirchendaches und eine Beräumung des Umfeldes in Angriff nehmen soll. Gedacht ist dies auch als Zeichen dafür, dass die Dorfkirche von Küstrinchen noch nicht vergessen wurde.

Der Förderkreis Alte Kirchen will sich an der Finanzierung des für die ABM notwendigen Eigenanteils beteiligen. Um den "Problemfall" einer möglichst breiten Öffentlichkeit vorzustellen, aber auch um eventuelle Mitstreiter für eine Rettung zu gewinnen, wird der Förderkreis in der Dorfkirche von Küstrinchen zum Tag des Offenen Denkmals am Samstag, dem 8. September 2001 von 11 bis 18 Uhr präsent sein. Wir hoffen auf einen regen Besuch und interessante Gespräche.

Der Förderkreis Alte Kirchen bittet um Spenden für die Sicherung und langfristige Instandsetzung der Dorfkirche von Küstrinchen

Spenden-Konto: 51 99 76 70 05 bei der Berliner Volksbank; BLZ 100 900 00; Kennwort: Küstrinchen

Sie erhalten selbstverständlich eine Spendenquittung; bitte geben Sie dafür auf dem Überweisungsträger Ihre Anschrift an.


 
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