"Gefährdete Schönheiten" geöffnet

Berlin-brandenburgischer Förderkreis führt in Prenzlau Fachtagung durch

Uckermark (ms). Seine diesjährige Fachtagung führt der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg in Prenzlau durch. Sie wird mit einer Sonderausstellung "Gefährdete Schönheiten. Dorfkirchen in der Uckermark" eingeleitet, die heute um 18 Uhr im Sonderausstellungsraum des Kulturhistorischen Museums im Dominikanerkloster eröffnet wird. Anschließend beleuchten Vorträge die mittelalterlichen Feldsteinkirchen der Mark sowie den Backstein im märkischen Dorfkirchenbau des Mittelalters.

Der Freitag ist angefüllt mit Vorträgen unter anderem über siedlungsgeschichtliche Aspekte des ländlichen Kirchenbaus, Bautypen mittelalterlicher Kirchen, Dachkonstruktionen brandenburgischer Dorfkirchen oder auch die ältesten Dorfkirchen im polnischen Teil Pommerns. Die Referenten sind Kenner der Kulturhistorie, Architekten, Archäologen, Denkmalpfleger und oft auch Mitglieder des Fördervereins.

Am Sonnabend führt sie eine Exkursion zu den Kirchen von Kröchlendorff, Sternhagen, Strehlow, Potzlow und Fergitz. Der Förderkreis hat sein Wirkungsfeld vor Jahren auf die Uckermark ausgedehnt. Er ist unter anderem an der Rettung der Kirche von Küstrinchen beteiligt, spendete einen Teil seines Denkmalpflegepreises im Vorjahr der Schwammsanierung in der Blindower Kirche. Darüber hinaus steht er Fördervereinen und Initiatoren mit Rat und Tat zur Seite, die sich der Rettung von Kirchenbauten verschrieben haben. Sein Geschäftsführer Bernd Janowski weist auf die rund 220 denkmalgeschützten Kirchenbauten der Uckermark hin, die teilweise gravierende Bauschäden aufweisen. "Überraschend ist oft die reichhaltige historische Ausstattung von mittelalterlichen Schnitzaltären bis hin zu barocken Taufengeln. Hier ist aber oftmals dringend Hilfe geboten, um wertvolles Kulturgut vor dem endgültigen Verlust zu bewahren."

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