Neue Biber für die Prützker Kirche

Sanierung des Gotteshauses wird fortgesetzt / Auch die Uhr funktioniert wieder

PRÜTZKE (Potsdam-Mittelmark) Dachdecker der Caputher Firma Blank sind gerade dabei die Prützker Kirche neu einzudecken. Die brüchigen Betondachsteine aus DDR-Jahren werden durch nagelneue Kirchenbiber ersetzt. "Die hatten wir bereits vor zwei Jahren bei einer Ziegelei in Riesa gekauft, die mittlerweile nicht mehr produziert", so der Netzener Bauingenieur Erich Andert.

Knapp 50 000 Euro fließen bis Ende des Monats noch einmal in das im Jahre 1747 errichtete Gotteshaus. Das ist der vorletzte Bauabschnitt, nachdem vor zwei Jahren die marode Apsis erneuert und 2005 der Kirchturm saniert werden konnte. Parallel wurden in diesen Tagen aufwändige Reparaturen am Dachstuhl und an der Holzdecke ausgeführt. "Bei der Sanierung 1955 hat man einige Fehler gemacht", so Andert. Die hätten zu einigen erheblichen Schäden geführt. Auch die Brandenburger Firma Altenkirch ist an der Kirche beschäftigt. Teile des Gesims müssen erneuert werden. Im Bereich des Turms erhält das Gesims eine Blech-Abdeckung sowie die gesamte Kirche Regenrinnen, um so die Feuchtigkeit vom Mauerwerk fern zu halten. Abschließend soll dann noch ein neuer Blitzschutz installiert werden.

Als letzter Bauabschnitt ist im kommenden Jahr das Verputzen der Fassade geplant. Dann erstrahlt das Gotteshaus zumindest äußerlich wieder im alten Glanz. Dazu gehört auch eine funktionierende Uhr, die seit dem Frühjahr wieder exakt läuft.

5000 Euro hat der Denkmalschutz des Kreises als Förderung zugesagt. Außerdem fließen Reste einer Zuwendung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse aus dem vergangenen Jahr in das Bauvorhaben. Den Rest bringt die Kirche selbst auf.

Märkische Allgemeine vom 03. August 2006

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