Turmdach erneuert

Sanierung der Kirche endlich begonnen / Erster Bauabschnitt fertig

GERTRAUD BEHRENDT

 
Ortsbürgermeisterin Gudrun Weiß, Harry Weiß, Superintendent Matthias Fichtmüller, Erich Schenke vom Gemeindekirchenrat und Architekt Max Vogt (v.l.) auf dem Turm.
Foto: privat

GRÜNA Eine ganze Delegation erklimmte Dienstag das Gerüst der Kirche in Grüna. "Der erste Bauabschnitt ist Mittwoch fertig, 60 000 Euro sind verbaut, ein Drittel der Summe hat die Stadt finanziert", freut sich Superintendent Matthias Fichtmüller.

Oben angelangt, wurde eine Schatulle in die Spitze des Kirchturms gelegt. Darin befinden sich ein Brief des Gemeindekirchenrates an noch nicht geborene Generationen und eine Kurzchronik von Irmgard Marx. Die 87-Jährige hat von unten zugeschaut und das Geschehen in luftiger Höhe beobachtet. In der Schatulle, die Harry Weiß angefertigt hat, sind auch aktuelle Münzen, konkret 3,88 Euro, Fotos aus Grüna, eine MAZ, eine Baubeschreibung und die Namen der Spender. "Aber ohne Summen und Geburtsdatum", versicherte der Architekt Wolfdietrich Max Vogt. Er ist überzeugt davon, dass das Schieferdach jetzt wieder 80 bis 120 Jahre hält.

Mindestens seit 1998 gab es immer wieder Versuche, die Sanierung zu beginnen. "Damals haben wir die Kosten ermittelt", erzählt der Architekt aus Potsdam.

Spendenaktionen folgten. "Bei der Silberhochzeit von Gudrun und Harry Weiß wurde die Kollekte für die Sanierung der Kirche gesammelt, dann bei runden Geburtstagen und goldenen Hochzeiten", berichtet Matthias Fichtmüller. Auch die Jagdgenossenschaft Grüna hat 2004 bei ihrer Neugründung ihr Scherflein beigesteuert. 2000 Euro kamen allein im Sommer 2006 hinzu, nicht nur von Grünaern.

Der zweite Bauabschnitt, der die Sanierung der Fassade und der Ziergiebel umfasst, ist für 2007 geplant. Fichtmüller hofft, dass die Stadt dann wieder ein Drittel der Kosten übernimmt. Irmgard Marx hat da auch noch einen Wunsch: "Ein Geländer an den Eingangstreppen der Kirche wäre für uns Ältere besonders gut", sagt sie. Gudrun Weiß macht ihr Hoffnung.

Märkische Allgemeine vom 21. Dezember 2006

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