Das Glasdach für den Kirchturm ist sicher

Von Bärbel Kloppstech

Podelzig (MOZ) Die attraktive und zugleich zurückhaltende Vorstellung von Architekt Dr. Achim Krekeler zum Ausbau der Podelziger Kirchenruine nimmt mehr und mehr Gestalt an. Nun steht auch der Vollendung dieser Pläne nichts mehr im Wege.

Eine Metalltreppe an der Außenfassade des Turmes wird zur 17 Meter hohen Aussichtsplattform führen. Diese Plattform auf dem Kirchturmstumpf wird ein trittfestes Glasdach erhalten, das den Blick von unten in den Himmel freigibt. Ein Sinnbild der Offenheit, des Auferstehens aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges, bei dessen Kämpfen am Kriegsende auch die Podelziger Kirche großen Schaden nahm.

Eine Turmruine war alles, was mit den Jahren von dem einstigen historischen Dorfmittelpunkt der Podelziger Gemeinde übrigblieb. Als 2002 die Sanierungsarbeiten an der Ruine und an den Umfassungsmauern des einstigen Schiffes begannen, konnte sich niemand eigentlich so recht vorstellen, wie dieses Mahnmal einmal aussehen und wirken würde.

Mit dem Aufmauern des Kirchturmes in diesem Jahr hat es Gestalt angenommen, doch zur Vollendung fehlte der kommunalen und kirchlichen Gemeinde das Geld.

Nun wird der Ausbau des Podelziger Kirchturms zum attraktiven Aussichtspunkt ins Oderbruch mit dem gleichzeitigen Charakter eines Mahnmals weitergehen. Für die Fördermittel zum letzten Bauabschnitt liegt der Zuwendungsbescheid im Amt Lebus vor. Und das Besondere daran, die Mittel wurden aufgestockt und müssen nicht bis Ende des Jahres "verbaut" sein. Die Arbeiten für den letzten Bauabschnitt können in Ruhe bis zum Frühjahr 2005 fortgesetzt werden.

Diese frohe Weihnachtsbotschaft konnte Bauamtsleiter Dr. Ernst Kristen den Abgeordneten in ihrer letzten Gemeinderatssitzung des Jahres überbringen und er erntete stellvertretend für die Bemühungen der Amtsverwaltung in dieser Angelegenheit ein großes Dankeschön der Gemeindevertreter.

Rund 190 000 Euro werden die Gesamtkosten für diesen letzten Bauabschnitt der Kirchenruine in Podelzig betragen. Einschließlich aller Nebenkosten, wie der Bauamtsleiter vor dem Gemeinderat erläuterte. Ursprünglich hatte die Gemeinde 41 400 Euro GFG-Mitteln dafür erhalten und 16 000 Euro als Eigenmittel aufbringen müssen. Diese knapp 60 000 Euro, das habe die Ausschreibung ergeben, so Kristen, hätten für den weiteren Fortgang der Arbeiten nicht gereicht. Schuld daran seien unter anderem die gestiegenen Stahlpreise gewesen, wie der Bauamtsleiter betonte. Nach Absprachen mit dem Land und um das angefangene Bauvorhaben in Podelzig zu vollenden, sei die Förderung nun auf 70 Prozent erhöht worden.

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