Kirche samt Pfarrer gemalt

Hortkinder der Kita Spiegelberg beteiligen sich an einem Wettbewerb

RENATE ZUNKE

 Kirche samt Pfarrer gemalt
Alice, Marie und Erzieherin Sabine Heller zeigten gestern Jürgen Brückner (v.l.) die Arbeiten für den Wettbewerb. Dazu gehört das Porträt des Pfarrers.
Foto: Thormann

NEUSTADT "Ich bin Laura Strehmel und 10 Jahre alt. Die Kirche ist fast 300 Jahre alt. Sie hat eine Wetterfahne, wo die Zahl 1709 drauf steht."

Nicht nur Laura schrieb viel Interessantes über die Plänitzer Kirche auf. Auch Alice, Marie, Tanja, Pascal, Jasmin, Linda und Lisa aus der Neustädter Kita Spiegelberg haben gezeichnet und schriftlich festgehalten, was sie über das Gotteshaus in Erfahrung brachten. Die Arbeiten, ordentlich in einer Mappe zusammengestellt, bekommt nun der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg zugeschickt, als Beitrag zu einem Mal- und Aufsatzwettbewerb. Zu dem hatte der Förderkreis aufgerufen, veröffentlicht im "Kyritzer Tageblatt" der MAZ. Erzieherin Sabine Heller schnitt die kleine Nachricht aus und begeisterte gemeinsam mit Kita-Leiterin Sigrid Nau die Kinder für das Projekt.

Zuerst gab es die Qual der Wahl: "Ja, welcher Kirche wollen wir uns denn besonders widmen?" Es sollte eine sein, die die Kinder noch nicht so gut kennen. Während die Erzieherinnen versuchten, Kampehl oder Sieversdorf ins Spiel zu bringen, entschieden sich die Mädchen und Jungen ganz spontan für Plänitz. Warum, versuchte gestern Marie zu erklären: "Ich sehe die Kirche immer, wenn ich durch das Dorf fahre. Sie fällt auf." Am 19. Januar haben die Kinder dann den markanten Fachwerkbau im Neustädter Ortsteil Plänitz besucht. Pfarrer Jürgen Brückner führte durch das Gotteshaus und stand für Fragen zur Verfügung. "Die brauchte ich überhaupt nicht aus den Kindern herauslocken. Spontan wurden viele interessante Fragen gestellt", erzählte Brückner gestern. Er ist mit den Kindern sogar auf den Turm gestiegen und hat die Glocken geläutet.

Natürlich haben die Kinder dann die Außenansicht der Fachwerkkirche gemalt. Die Gedenkstätte derer von Rathenow auf dem Friedhof an der Kirche war Alice eine Zeichnung wert. Jasmin aus der 1. Klasse hielt die Bänke und den Leuchter fest. Und Tanja verewigte sogar den Pfarrer. Das Porträt zeigt Jürgen Brückner mit leuchtend blauen Augen. "Das möchte ich haben, wenn ihr die Mappe nach der Auswertung zurückbekommt", wünschte sich der Pfarrer. Er hat die Kinder mit der Geschichte der Kirche vertraut gemacht, auf besondere Kostbarkeiten, wie den Tauf-engel und den Abendmahlskelch, hingewiesen. Sein Wunsch für die Kinder: "Dass ihr einen Preis gewinnt. Wenn nicht, war eure Arbeit trotzdem ein Gewinn, denn ihr habt viel gelernt und es hat euch sicher Spaß gemacht." (Ostprignitz-Ruppin)

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