Bibliografie zur Orgelgeschichte Berlin-Brandenburgs im Internet

Unverzichtbarer Wegweiser

VON UWE CZUBATYNSKI

Die Orgel der Kirche von Dorf Zechlin

RÜHSTÄDT - Eine 652 Titel umfassende Bibiografie zur Orgelgeschichte Berlin-Brandenburgs ist jetzt im Internet zugänglich. Sie hat eine längere Vorgeschichte. Ursprünglich wurde sie unter dem Titel "Probleme und Aufgaben der landeskundlichen Bibliografie am Beispiel eines orgelkundlichen Verzeichnisses für Berlin-Brandenburg" als Abschlussarbeit für das postgraduale Studium der Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin eiggereicht. Diese Erstfassung erschien 1993 im Papa Verlag Berlin und enthielt 543 Titelaufnahmen.

Die Erfassung der einschlägigen Literatur geschah in engem Zusammenhangmit der Arbeitsgemeinschaft für Orgelgeschichte in Verlin, die seit März 1986 existiert. Sei dieser Zeit sind viele Veröffentlichungen erschienen, durch die die Erforschung der märkischen Orgelbaugeschichte beträchtlich gefördert wurde.

Im Laufe der Arbeit stellte sich heraus, dass die zur Orgelgechichte Berlins und der Mark Brandenburg vorhandene Literatur umfangreicher ist, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Allerdings handelt es sich zu einem grossen Teil um schwer erreichbare Aufsätze, selten gewordene Drucke oder so genannte "graue Literatur". Aus diesem Grund war es für den Bearbeiter von vornherein klar, dass den bibliografischen Angaben auch Standortnachweise beigegeben werden mussten.

Der Plan zu dieser Bibliographie entstand also aus dem rein praktischen Erfordernis, die zahlreichen Titel noch überschauen zu können. Erfaßt wurde nicht nur die einschlägige Literatur, sondern auch Choralbücher sowie Tonträger. Auf diese Weise wurde ein sehr spezielles Gebiet der Landesgeschichte umfassend dokumentiert.

Großer Wert wurde bei der Erarbeitung auf die bibliographische Genauigkeit gelegt, um auf diese Weise in Zukunft das korrekte Zitieren zu erleichtern. Trotz der für heutige Maßstäbe nicht allzu großen Titelzahl war es nicht möglich, alle Fälle durch Autopsie zu prüfen.

Die Bibliographie kann als solche natürlich auch nicht eine Darstellung der Orgelgeschichte ersetzen, weil sie nur die gleichsam äußeren Daten erfassen kann. Die Auswertung der in der Literatur enthaltenen Informationen kann eine Bibliographie grundsätzlich nicht leisten. Trotzdem ist sie ein unverzichtbarer Wegweiser zu der bisher geleisteten und publizierten Arbeit. Nicht mehr und nicht weniger kann der Anspruch einer Bibliographie sein.

Seit 1993 wurde die Bibliographie laufend ergänzt und auch retrospektiv an zahlreichen Stellen verbessert. Die derzeit 652 Titel umfassende Bibliographie ist seit dem 20. Mai dieses Jahres über die Homepage des Verfassers allen Interessierten zugänglich. Die Titel sind chronologisch angeordnet der älteste Beleg ist eine Handschrift von 1666 und am Ende durch ein Register erschlossen. In größeren Zeitabständen soll eine Aktualisierung erfolgen.

Auch ist geplant, weitere Bibliographien zur Kirchengeschichte Berlin-Brandenburgs in das Netz zu stellen. Es bleibt zu hoffen, daß auch diese neue Ausgabe ein brauchbares Hilfsmittel für die organologische Forschung und die Landesgeschichte bleibt. Die Webadresse lautet: http://Uwe.Czubatynski.bei.t-online.de/Homepage.html

 

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