ZERNIKOWER KIRCHE HAT EINE WETTERFAHNE UND ZEITZEUGNISSE AUF DEM DACH

Botschaft für die Nachwelt

Dorfkirche Zernikow

ZERNIKOW - Es ist vollbracht, die Zernikower Kirche hat wieder eine Wetterfahne und eine mit aktuellen Zeitzeugnissen bestückte Kugel. Pfarrer Reinhard Dalchow füllte die Kartusche mit Gemeindebriefen, D-Mark- und Euro-Münzen sowie einem Schreiben von Peter Anton von Arnim. Natürlich wird die Nachwelt auch darüber informiert werden, wie sich das kirchliche Leben im Jahre 2003 abspielte. Und zu guter Letzt wurde ein Bauablaufplan beigefügt, der Aufschluss über die seit 2001 laufende Sanierung der Feldsteinkirche gibt.

Für die Gemeinde war es gestern ein feierlicher Moment und in Bezug auf die Außenanlagen das i-Tüpfelchen, wie Erwin Häusler sagte. Schließlich hat jahrzehntelang keine Wetterfahne auf dem Dach geruht. Den Initialen 1777 und 1931 ist zu entnehmen, wann die Fahne zum ersten und bis gestern letzten Mal repariert und wieder aufgestellt wurde. Jetzt steht auch 2003 drauf.

Die Feldsteinkirche erstrahlt äußerlich im neuen Glanz. Die Pforte ist hübsch anzusehen, fünf Fenster wurden originalgetreu erneuert und das Dach mit Kupferplatten beschlagen. "Wir hatten schon gedacht, die Denkmalbehörde würde auf Schieferplatten bestehen. Aber dann hat sie den Kupferplatten doch zugestimmt, die halten auch länger", versicherte Erwin Häusler.

In den nächsten Wochen wird nun das Dach mit alten Steinen bestückt. Das ist zwar nicht ganz im Sinne der Gemeinde, aber wenigstens geht es voran. "Wir hätten lieber mit neuen Tonziegeln gearbeitet. Stattdessen müssen Handstrichbiberschwänze rauf, so will es der Denkmalschutz", bemerkte Erwin Häusler.

Jetzt hofft die Kirchengemeinde auf besseres Wetter, damit sich die Maler an der Decke und den Innenwänden der Kirche zu schaffen machen können. Erst wenn die Decke übergestrichen ist, kann die Altarkrone wieder angebracht werden. Es gibt also noch einiges zu tun in der Kirche zu Zernikow. cl

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