PERWENITZER KIRCHE WIRD NICHT VERFALLEN / KIRCHENTÜR IST SCHON SANIERT

Der Anfang ist gemacht

Dorfkirche Perwenitz

PERWENITZ Die Friedhofsmauer eingefallen, das Dach marode und der Wind pfeift durch die undichten Fenster. Was sich im ersten Moment nach einer dem Abriss geweihten Ruine anhört, ist die Dorfkirche in Perwenitz. Aber Kirchengänger können aufatmen. Kampflos wird das alte Gemäuer dem Verfall nicht überlassen. Engagierte Bürger haben sich der Sache angenommen.

"Die Spuren der im klassizistischen Stil erbauten Kirche reichen bis Mitte des 19. Jahrhunderts zurück", berichtet Brunhilde Vandrey bei einem Rundgang durch das Gotteshaus. Sie kennt das Gebäude schon aus ihrer Kindheit.

Die gläubige Frau engagiert sich schon länger für den Erhalt der baufälligen Kirche. Seit November vergangenen Jahres ist sie Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. "Es muss einiges getan werden, um größere Schäden an der Bausubstanz zu vermeiden", erzählt Vandrey. Auf Fördermittel zu hoffen sei in diesen Tagen jedoch fast aussichtslos. Aus diesem Grund hat man in Perwenitz nun die Eigeninitiative ergriffen.

"Wir wollen die Umbauten selbst finanzieren. Wir drehen jeden Cent dreimal um und sparen wo es nur geht", berichtet die Vorsitzende des Kirchenrates. Tatkräftig unterstützt wird sie bei diesem Vorhaben vom Kirchenältesten Thomas Miekley. "Wir sind ein gutes Team. Thomas ist wirklich ein echtes Zahlengenie", lobt sie das Mitglied ihrer Gemeinde. Dass sie außerdem auf die Unterstützung der Perwenitzer zählen kann, hat sich schon in der Vergangenheit gezeigt.

So wurde beispielsweise vor drei Jahren die Orgel für 2500 Euro zum Großteil mit Spenden restauriert. Auch ortsansässige Handwerksbetriebe setzten sich für den Erhalt des Gotteshauses ein.

Die Restauration der Kirchenpforte wurde von den Firmen Düring (Holzarbeiten) und Tech (Malerarbeiten) gespendet.

Große Sorgen macht der Gemeinde allerdings das undichte Dach ihrer Kirche. Thomas Miekley hat bereits ein Finanzierungskonzept für die Restauration ausgearbeitet. Die Perwenitzer sind zuversichtlich, dass ihnen innerkirchlich ein Kredit gewährt wird. "Wenn alles klappt wollen wir nächstes Frühjahr mit dem Bauvorhaben beginnen", erzählt Miekley.

"Die Investition lohnt sich. Denn unsere Kirche ist ein wichtiger Bestandteil des Dorfes", sagt der Kirchenälteste. "Dass dem so ist, zeigt sich spätestens zur Weihnachtszeit wieder, wenn sich halb Perwenitz dort versammelt, um das Krippenspiel der Kinder anzusehen."


 
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