Nächste Etappe hat begonnen

Der Fachwerkkirchturm in Dallmin wird restauriert

BIANKA BOOCK

DALLMIN Nach der abgeschlossenen Herrichtung des freistehenden Geläuts hat im Karstädter Ortsteil Dallmin die Rekonstruktion des marode gewordenen Kirchturmes begonnen. Der aus dem Jahre 1708 stammende Fachwerkanbau ist eingerüstet. Mitarbeiter einer in Spiegelhagen ansässigen Zimmerei haben bereits Gefache herausgenommen und Balken abgestützt. "Wir denken, dass wir die Arbeiten Ende dieses Jahres abgeschlossen haben werden", schätzte Kirchenältester Michael Heyn auf der Ortsbeiratssitzung am Donnerstagabend in Dallmin ein.

Wie er bekannt gab, kosten die Arbeiten, deren Realisierung schon lange umkämpft war, zirka 115 000 Euro. Das Geld werde von vielen Partnern aufgebracht. 52 000 Euro fließen über den Staat-Kirche-Vertrag, mehr als 20 000 Euro steuere die Kirchengemeinde aus dem Verkaufserlös des Pfarrhauses in Dallmin bei und sogar die Gemeinde Karstädt beteilige sich an den Kosten. Sie zahlt 3500 Euro, wie Ortsbürgermeister Hans-Ulrich Schwieger ergänzte. Das übrige Geld stellen die Landeskirche, der Kirchenkreis und der Landkreis bereit.

Parallel zur Restaurierung des Kirchturmes werde die Turmuhr erneuert. Dies sei nicht Bestandteil des Projektes und koste rund 3950 Euro extra. Hinzu kommen etwa 300 Euro für die Restaurierung der Ziffernblätter. Die Kosten werden zu einem Teil durch die bei fast jeder Gelegenheit gesammelten Spenden gedeckt, die sich auf etwa 1500 Euro belaufen. Aber auch die Kirchengemeinde und Sponsoren tragen ihre Scherflein bei. Malermeister Horst Meißner aus Dallmin beispielsweise übernehme die Malerarbeiten ohne Lohn zu berechnen und sein Sohn Klaus Meißner steuere die Farbe bei.

Wenn Turm und Uhr wieder in neuem Glanz erstrahlen, haben die Dallminer ein weiteres Stück Arbeit geschafft. Aber: "Es gibt noch einige Etappen, die vor uns liegen", stellte Michael Heyn in Aussicht. Er verwies auf den Ostgiebel des Gotteshauses, der nach außen drücke, den spätgotischen Altar in der Kirche sowie auf die Orgel von Anton Heinrich Gansen. Sie sei eine von lediglich noch zwei erhaltenen Orgeln Gansens, deren Schwesterinstrument sich im altmärkischen Krevese befinde.

Märkische Allgemeine vom 07. Oktober 2006

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