Es regnet nicht mehr durch

Kirche in Biesen bekommt ein neues Dach / Abschluss noch im Januar

MADLEN WIRTZ

BIESEN Das neue ziegelrote Dach der Kirche in Biesen ist schon von weitem zu sehen. Bis Ende Januar werden die Arbeiten voraussichtlich noch andauern. "Wir haben mit dem Wetter richtig Glück", freuen sich die Mitarbeiter der Biesener Dachdeckerei Eckhard Gerike. Auch der Biesener Siegfried Francke ist mit seinem Bauservice vor Ort und übernimmt die Putzarbeiten am Sims des um 1756 erbauten Gotteshauses.

Die so weit fertig gestellte Dachfläche täuscht allerdings über einiges hinweg. Und von den unzähligen Arbeiten, die im Vorfeld erledigt werden mussten, kündet nur ein Blick direkt unter das Dach. Außer einer komplett neuen Lattung wurden auch etliche Sparren und Schwellen ersetzt. Eine Holzschutzimprägnierung soll vor möglichem Schädlingsbefall schützen. Die Deckenbalken wurden aufwändig an den Seiten verstärkt und mit dicken durchgehenden Bolzen verschraubt. So bleibt so viel wie irgend möglich von der Historie des denkmalgeschützten Objektes erhalten.

Das alte Kirchendach war im Laufe der Jahrzehnte so marode geworden, dass es ständig durchregnete und sogar die prachtvollen Schablonenmalereien an der Kirchendecke stark in Mitleidenschaft zog. Die Wasserflecken sind unübersehbar.

Dank einer großen Summe von Fördermitteln aus dem Staatskirchenvertrag sowie Eigenmitteln von zusammen etwa 100 000 Euro kann nun die weitere Zerstörung des Kulturgutes durch Umwelteinflüsse verhindert werden.

Auch der Kirchturm und die Fassade des Biesener Gotteshauses müssen saniert werden. Wann es allerdings dazu kommen wird, ist, so lange die notwendigen finanziellen Mittel noch nicht bereitstehen, noch ungewiss.

Märkische Allgemeine vom 05. Januar 2007

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