Kirche in Keller wird saniert

Weitere Untersuchungen nötig

CELINA ANIOL

KELLER Endlich lächelt der Ortsbürgermeister von Keller wieder, wenn er über die Kirche in seinem Dorf spricht das Sorgenkind in der sonst ziemlich rausgeputzten Gemeinde. Es gebe "berechtigte Hoffnungen", dass mit dem sanierungsbedürftigen Bauwerk jetzt endlich etwas passieren könnte, sagt Gaetke zufrieden. Der Einsatz für das Gotteshaus, das bis ins brandenburgische Kultusministerium reichte, habe sich gelohnt.

"Es gibt nicht nur eine Hoffnung", sagt der Lindower Pfarrer Holger Baum, "es steht fest, dass unsere Kirche saniert werden soll." Ob dies allerdings noch in diesem Jahr passieren wird, könne er noch nicht sagen.

Das Geld, das aus den Mitteln des Staatskirchenvertrags stammt, ist bereits für das Jahr 2008 eingestellt. "Aber vielleicht können manche Arbeiten auch schon im Herbst 2007 beginnen", so Holger Baum.

Das werde sich demnächst herausstellen, wenn festgelegt wird, welche Arbeitsschritte wann erfolgen sollen. "Denn: Wir werden das Geld sicherlich nicht auf einmal bekommen", ist der Pfarrer überzeugt. Immerhin soll die Sanierung nach ersten Berechnungen mindestens 150 000 Euro kosten. Wenn nicht mehr. Denn der besorgniserregende Riss im Kirchenschiff wurde noch nicht eingehend untersucht.

Und auch der Glockenstuhl befindet sich in einem schlechteren Zustand als gedacht: Im August vergangenen Jahres hat das kirchliche Bauamt der Gemeinde wieder einmal das Verbot erteilt, die Glocken zu läuten. Denn auch wenn im ersten Bauabschnitt 2003 das gesamte Mauerwerk rund um den Turm abgeschlagen und ausgetauscht wurde und die Kirchenglocken wieder läuten durften jetzt habe das Baugremium festgestellt, dass der ganze Glockenstuhl hin und her wackelt.

Märkische Allgemeine vom 06. Januar 2007

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