Johanniskirche wird saniert

Stadt will Arbeiten an der Außenfassade mit Fördermitteln unterstützen

ELINOR WENKE

Die lädierte Fassade der Johanniskirche soll saniert werden 
Die lädierte Fassade der Johanniskirche soll saniert werden.
Foto: Margrit Hahn

LUCKENWALDE Die Fassade der Luckenwalder Johanniskirche am Markt soll noch in diesem Jahr saniert werden. Zu einem Arbeitsgespräch vor Ort trafen sich gestern unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung, der Kirche, des Architekturbüros, der Unteren Denkmalbehörde und des Landes sowie Baufachleute.

Die Stadt will das Vorhaben aus dem Programm Stadterneuerung fördern. "Wir haben im Umfeld schon so vieles attraktiv gestaltet wie zum Beispiel die Kultur- und Begegnungsstätte oder das Heimatmuseum, jetzt muss auch an der Kirche etwas gemacht werden", sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide gestern. "Die Johanniskirche liegt im Sanierungsgebiet, deshalb können wir eine Hüllensanierung fördern", sagte sie. Die bisherigen Kostenschätzungen liegen bei 150 000 Euro, sie können aber auch höher ausfallen. "Wir versuchen, eine 50-prozentige Förderung zu beantragen", sagte Peter Mann, Leiter des städtischen Planungsamtes.

Zuletzt waren an der Kirche in den sechziger Jahren Sanierungsarbeiten durchgeführt worden. Inzwischen ist die Feuchtigkeit innen und außen zu einem Problem geworden. Außerdem ziehen sich Risse durch die Steine. "Das Feldsteinmauerwerk und die Fugen weisen Schäden auf", erklärte Architekt Matthias Reckers. Wo es möglich ist, soll der Zement aus den Fugen herausgenommen und durch Kalkmörtel ersetzt werden. Die Fallrohre sollen repariert und die Schellen ausgetauscht werden. Ob und wie die Strebepfeiler erneuert werden, wird vom Budget abhängig gemacht. Das Dach wird bis auf geringe Sturmschäden als solide eingeschätzt. "Das hält noch 20 Jahre", ist Reckers überzeugt.

Die Fenster sollen gestrichen, die Schutzgitter aufgemöbelt werden. Zum Putzen seien die Fenster zu milchig. "Ich wünsche mir aber schon, dass die Fenster auch gründlich gereinigt werden", sagte Hausherr Pfarrer Riemer, "die Kirche wird von innen immer dämmriger." Er griff auch die Idee auf, den alten Opferkasten samt Tafel an der Außenfassade wieder herzurichten.

Märkische Allgemeine vom 02. Februar 2007

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