Mit Mumiengruft und Glasmalerei

730 Kirchen im Land laden ein / Protestantischer Barockstil in Hohen Neuendorf

HAVELLAND/OBERHAVEL Die Mumiengruft von Illmersdorf und die Glasmalereiwerkstatt Linnemann zählen zu den eher ungewöhnlichen Orten, die von der Redaktion der Broschüre "Offene Kirchen 2007" aufgesucht wurde. Daneben werden in dem fast einhundertseitigen Heft viele Kirchen und ihre Fördervereine vorgestellt. So widmet sich ein spezieller Beitrag den Kirchenbauten, die Georg Büttner in Hohen Neuendorf und Sachsenhausen hinterlassen hat. Dessen "protestantischer Barockstil" hatte seinerzeit für Kontroversen gesorgt.

Vorgestellt wird die Broschüre wieder vom Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, der für den Besuch der Kirchen und um Hilfe für deren Erhalt wirbt. 730 Kirchen zwischen Ahrensdorf und Zützen laden landesweit zum Besuch ein, darunter sind auch 53 Kirchen im Landkreis Oberhavel und 41 im Landkreis Havelland. Mancher Fehler, der sich in den vergangenen Jahren eingeschlichen hatte, wurde inzwischen behoben. So war das Foto der Kirche Ribbeck 2006 dem falschen Ort zugeordnet worden, in diesem Jahr wurde deshalb das bekannte Gotteshaus richtig ins Szene gesetzt, es hat bis Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nicht jede Kirche, die an der Aktion "Offene Kirche" teilnimmt, hält die Tür auch immer offen, oft sind Anmeldungen nötig, wie bei der Dyrotzer Kirche, die eine schöne Barockausstattung vorweisen kann; bei anderen Kirchen kann der Schlüssel im Dorf erfragt werden. Das ist etwas umständlich, aber die Broschüre hält Anschriften und Telefonnummern bereit.

Das Heft "offene Kirchen 2007" ist für den Preis von 3,50 Euro im Buchhandel erhältlich. ms

Märkische Allgemeine vom 17. April 2007

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