Ein Stück Heimat wieder intakt

Die Dallminer feierten den Abschluss der Kirchturmsanierung

BIANKA BOOCK

DALLMIN Es dauerte lange, bis Pastor Rudolf Klehmet alle aufgezählt hatte, mit deren Hilfe der Kirchturm im Karstädter Ortsteil Dallmin nach vielen Bemühungen endlich saniert werden konnte. Denn viele waren an den Arbeiten beteiligt, die von Mitte September 2006 bis zum 13. März 2007 dauerten und deren Abschluss am Sonnabend mit einem Festgottesdienst gefeiert wurde. Zu diesem kamen über den neu angelegten Weg so viele Besucher in die Kirche, dass fast alle Plätze besetzt waren. Erleichtert und 100-prozentig passend stellte Superintendent Hans-Georg Furian zu Beginn und zum Ende seiner Predigt fest: "Der Turm kann sich sehen lassen und ist auch weithin zu sehen – Gott sei Dank." Er hob die Bedeutung des Turmes als Wegweiser sowie Orientierungshilfe hervor. Die Türme der Kirchen prägten die Heimat und gehörten zusammen mit der Kirchturmuhr, die in Dallmin ebenfalls restauriert wurde – aus Mitteln der Kirchengemeinde und mit Hilfe von Spenden.

Diese Bedeutung für die Heimat spielte auch für die rund 120 000 Euro teure Baumaßnahme eine wesentliche Rolle. Denn das Geld wurde nicht nur über den Stadt-Kirche-Vertrag, vom Konsistorium und von der Kirchengemeinde aufgebracht, sondern auch vom Landkreis, von der Gemeinde Karstädt und von Spendern, wie Kirchenältester Michael Heyn erklärte. Er hatte den Bauablauf mit einer kleinen Fotoausstellung dokumentiert, welche sich die Besucher beim Kaffeetrinken in den neu gestalteten Räumen des Gemeindehauses ansehen konnten. Wer mochte, durfte einen kleinen Beitrag für das nächste Projekt leisten: die Restaurierung der Gansen-Orgel. "Allein die Reinigung kostet 5000 Euro", sagte Michael Heyn. Die wahrscheinlich anfallenden Gesamtkosten bezifferte er mit rund 20 000 bis 22 000 Euro. Wer einen Vorgeschmack auf die Stimme der restaurierten Königin der Instrumente bekommen will, ist übrigens zu einem Konzert eingeladen. Am 23. Juni, 16 Uhr, musiziert Kantor Johannes Wauer, der am Sonnabend als Organist und zusammen mit dem Kirchenchor für die festliche musikalische Umrahmung sorgte.

Märkische Allgemeine vom 08. Mai 2007

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