Die Kirche bleibt im Dorf

Preisübergabe an sechs Vereine, drei davon aus Ostprignitz-Ruppin

WOLFGANG HÖRMANN

DAMELACK Bereits zum 6. Mal zeichnete der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg gestern Vereine und Initiativen aus, die sich für den Erhalt von sakralen Gebäuden engagieren. Dieses Startkapital bekam 2006 u. a. jener Verein, der sich um die Sanierung der Dorfkirche Damelack kümmert.

Hier fand nun die Fortsetzung einer Initiative statt, die bisher 43 Vereine mit insgesamt 100 000 Euro bedachte. Jeweils 2500 Euro gingen gestern nach Ferchesar (Havelland), Vichel (Ostprignitz-Ruppin), Tempelberg (Märkisch-Oderland) und Läsikow (Ost-prignitz-Ruppin), Bartschendorf (Ostprignitz-Ruppin) und Werbig (Teltow-Fläming) erhielten jeweils 1250 Euro.

In Abwesenheit der verhinderten Kulturministerin des Landes Johanna Wanka würdigte Staatssekretär Johann Komusiewicz das fleißige ehrenamtliche Wirken zum Erhalt sakraler Bauten im Land Brandenburg. Was Frauen und Männer in 211 Fördervereinen leisteten, sei von unschätzbarem Wert, so der Staatssekretär. Er verwies darauf, dass auch ein modernes Dorf seine historische Mitte mit einer Kirche brauche. Den Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg bezeichnete Johann Komusiewicz als den Motor, der die Initiativen befördere.

Der Verein in Damelack erwies sich als guter Gastgeber der feierlichen Übergabe. In einem Festzelt nahe dem Gotteshaus hatten sich die in diesem Jahr aus 23 Antragstellern von einer Jury ausgewählten Förderer auf Schautafeln mit ihren Ergebnissen und Zielen vorgestellt. Bei Kaffee und von Damelacker Frauen gebackenem Kuchen sowie Würsten vom Grill kam es nach dem offiziellen Teil des Nachmittags zu vielen Gesprächen. Sogar die Sonne ließ sich sehen.

Märkische Allgemeine vom 15. September 2007

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