Spuren der Romanik

Spuren der Romanik - Podelzig 
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Podelzig (bk) In Deutsch, Englisch und Polnisch ist die Geschichte des jeweiligen Gotteshauses auf dem Schild "Spuren der Romanik" zu lesen. Vor dem Eingang zur Podelziger Kirchenruine mit dem sanierten Kirchturm steht seit gestern eine von insgesamt 14 Tafeln, die als äußeres Kennzeichen diese touristische Route zwischen Lebus, Müncheberg und Petershagen markieren. Sie werden vor den Kirchen in Alt Mahlisch, Dolgelin, Falkenhagen, Friedersdorf, Görlsdorf, Lietzen-Dorf, Marxdorf, vor der Stadtpfarrkirche in Müncheberg, vor den Kirchen in Neuentempel, Niederjesar, Obersdorf, Petershagen und Tempelberg demnächst zu finden sein. Ortsunkundige Besucher erfahren darauf nicht nur Daten und Fakten aus der Geschichte des jeweiligen Gotteshauses, sondern auch Fotos von Innenansichten, denn viele Kirchen in den Dörfern sind außerhalb der Gottesdienste verschlossen und damit Besuchern nicht zugänglich. Auf dem Schild in Podelzig ist unter anderem zu lesen, dass eine Kirche wahrscheinlich schon im 13. Jahrhundert im Ort erbaut wurde. Die heutigen Reste des Gotteshauses zeigen einen Backsteinbau mit Feldsteinsockel, der möglicherweise spätmittelalterlich datiert sei. Der Leser der Tafel erfährt etwas zu den Förderern der Kirche in der Vergangenheit bis zur Gegenwart.

Alle 14 Schilder "Spuren der Romantik" seien bereits ausgeliefert, sagte Horst Müller, Leiter der Arbeitsinitiative Letschin, die diese Schilder gestaltet, erarbeitet hat und den Text wissenschaftlich überarbeiten ließ. Sie gehört wie die europäische Gemeinschaftsinitiative Equal zu den Trägern des Projekts, das auf Initiative des Collegium Polonicum und der Universität Viadriana zustande kam. Einbezogen sind in das Vorhaben auch Kirchen auf polnischer Oderseite.

Märkische Oderzeitung vom 28. September 2007

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