Kirchturm in Not

Groß Schulzendorf auf Spendensuche

MIKE JENTSCH

GROß SCHULZENDORF Die Kämpfer für die Sanierung der Kirche im Ludwigsfelder Ortsteil Groß Schulzendorf haben eine Hiobsbotschaft nach der anderen zu verkraften.

"Als ich vor zwölf Jahren hier anfing", erinnert sich Pfarrer Burkhardt Petzold, "war das hier in Groß Schulzendorf noch die beste Kirche im Pfarrsprengel." Doch mittlerweile weiß er, dass dies ein Trugschluss war. Jahrelang hatte man auf die Sanierung des 1744 errichteten Kirchturms hingearbeitet und diese mit 75 000 Euro, zum Teil aus dem Staats-Kirchen-Vertrag, wie berichtet in diesem Jahr in Angriff genommen. Schnell wurde jedoch klar, dass wegen verdeckter Schäden weitere 17 000 Euro gebraucht werden."Als wir die aufgetrieben hatten, kam die nächste Hiobsbotschaft." Ein tragendes Element, die sogenannte Traufschwelle, war vom Hausschwamm befallen und zu großen Teilen total verrottet. Das trieb die Kosten um weitere 20 000 Euro nach oben. "Jetzt, zum Jahresende sind die Fördertöpfe aufgebraucht. Geld ist einfach nicht mehr vorhanden. So stehen wir als Kirchengemeinde erst einmal alleine da."

"Bisher haben wir fast alles alleine hinbekommen", so Petzold, doch überfordert diese Summe jetzt die Möglichkeiten des kleinen Pfarrsprengels. "Unsere kleine Kirchengemeinde kann das nicht mehr alleine stemmen." Deshalb gibt es einen Spendenaufruf, mit dem man auch noch unter Zeitdruck steht. "Bis Mitte Dezember müssen die Fördermittel abgerechnet werden", sagt Petzold. Hinzu kommt das feuchtkalte Wetter, das dem jetzt offenen Kirchenturm schaden würde.

Nun hoffen Pfarrer Petzold und seine Kirchengemeinde auf die Spendenbereitschaft ihrer Mitbürger. Die können sich unter (0 33 78) 51 01 71 oder E-Mail: loewenbruch@kkzossen.de melden.

Märkische Allgemeine vom 27. Oktober 2007

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