Neuer Glanz in alter Kirche

Mürow (MOZ) Als einen Tag, "der Geschichte atmet", bezeichnete Bischof Wolfgang Huber von der Evangelischen Kirche Berlin/Brandenburg am Sonntag die festliche Wiedereinweihung der sanierten Dorfkirche in Mürow (Uckermark). Mit einem Festgottesdienst stellte Huber das Gotteshaus nach einer kompletten Restaurierung wieder in den Dienst. In nur knapp zwei Jahren wurden hier Dach und Dachstuhl, Fenster, die gesamte Elektrik und der Innenraum der mächtigen Backsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert saniert. Zuletzt erfolgten 1989 Reparaturarbeiten am Kirchturm.

Fast 400 000 Euro wurden insgesamt investiert. Möglich wurde diese Generalsanierung durch Fördermittel des Landes, des Landkreises Uckermark, der deutschen Denkmalschutz-Stiftung, der Stadt Angermünde, deren Ortsteil Mürow ist, durch Eigenmittel der Landeskirche und der Kirchengemeinde sowie durch unzählige kleine Spenden von Menschen, denen die Kirche am Dorfanger des kleinen Ortes Mürow am Herzen liegt.

2003 drohte das Dachgebälk einzustürzen, weil es, genauso wie der Turm, massiv vom Schwamm befallen war. Die Mauerkrone musste teilweise abgetragen werden. Nur eine Notsicherung durch Stützen im Kirchenschiff konnte verhindern, dass der Dachstuhl einstürzte.

Nutzbar war die Kirche seitdem nicht mehr. Die Gottesdienste wurden teilweise in die Gaststätte verlegt.

2006 konnte dann die umfassende Sanierung beginnen, die nun mit einem großen Festgottesdienst und einer Dankeschön-Feier für alle Helfer, Baufirmen und Sponsoren abgeschlossen wurde. In den nächsten Jahren soll die Restaurierung des Barockaltars und der Kanzel folgen.

Märkische Oderzeitung vom 28. Oktober 2007

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