LESEEMPFEHLUNG: 800 Sakralbauten laden ein

Jahresheft des Förderkreises "Alte Kirchen"

BERLIN - Die aktuelle Ausgabe der Broschüre "Offene Kirchen brandenburgische Gotteshäuser laden ein" liegt vor. Im Programmteil des Heftes sind inzwischen knapp 800 märkische Sakralbauten von A wie Atterwasch bis Z wie Zixdorf aufgeführt, die in unterschiedlicher Weise zum Besuch einladen. Ein Kartenteil erleichtert die Orientierung. Daneben enthält die 100-seitige Broschüre zahlreiche Beiträge, die sich mit der Kunstgeschichte, aber auch mit der Problematik der baulichen Sicherung beschäftigen.

Bekannte Autoren wie Bernd Jankowski oder Jan Feustel erläutern die Geschichte der Bauwerke, weitere Artikel beschäftigen sich mit Historie und Bedeutung der künstlerischen und liturgischen Ausstattung der Gebäude.

Um Fragen der Finanzierung des Denkmalschutzes sowie die Umnutzung und Gestaltung von Freiräumen geht es nicht zuletzt im Interview mit Helge Adolphsen. Er ist Hauptpastor der St. Michaelis-Kirche Hamburg (Michel) und Präsident des evangelischen Kirchbautages.

In einem Faltblatt wird auf die Aktion "Musikschulen öffnen Kirchen" hingewiesen. Es ist eine 16-teilige Reihe, die mit Unterstützung des RBB-Kulturradios stattfindet, im Fläming aber noch nicht Station macht.

Die Publikation ist insgesamt eine Einladung an alle, Schönheit und Ausstrahlung der meist einfachen Sakralbauten zu erleben und sich am Bemühen, diese zu bewahren, zu beteiligen. Diese Öffentlichkeitsarbeit ist eine der Aufgaben des rund 300 Mitglieder zählenden Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V., den es seit nunmehr 17 Jahren gibt. Er engagiert sich für den Erhalt der schützenswerten Kostbarkeiten, strebt konkrete (finanzielle) Hilfe vor Ort an. Denn die 1500 märkischen Kirchen sollen im Dorf bleiben. Seit sechs Jahren beispielsweise schreibt das Gremium daher das "Startkapital für lokale Kirchenfördervereine" aus.

Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V., Kastanienallee 69, 10119 Berlin, (0 30) 4 49 30 51; Internet: www.altekirchen.de (MAZ)

Märkische Allgemeine vom 26. März 2008

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