In Plessa fließen 50 000 Euro in Sanierung

Jetzt ist Turmhaube der Kirche dran

Plessa. Auf den Beginn der Sanierungsarbeiten an der schiefergedeckten Turmhaube und an der Laterne ihrer Kirche haben die Plessaer lange gewartet. Seit vielen Jahren wissen sie bereits, dass an den Balkenenden der Zahn der Zeit mächtig genagt hat.

Pfarrerin Roswitha Förster ist überglücklich 
Die Plessaer Pfarrerin Roswitha Förster ist überglücklich, dass die Sanierung des Kirchturms endlich beginnen kann.
Foto: Bernd Balzer

«Ein Aufstieg innen im Turm bis ganz nach oben wäre lebensgefährlich» , bestätigt die Pfarrerin Roswitha Förster, die seit 2006 in ihrer ersten Pfarrstelle für die Christen des gesamten Bereiches zwischen Plessa, Gorden, Kahla, Hohenleipisch und Döllingen zuständig ist. «2007 ist nach Kyrill das komplette Dach saniert worden, und jetzt werden der Schiefer vom Turm entfernt und die Holzkonstruktion repariert. Das sind ganz wichtige Arbeiten, denn die Dächer müssen immer dicht sein» , kommentiert die 35-jährige Pfarrerin. Nach der starken Bombardierung im April 1945 ist auch der Turm der wohl zwischen 1780 und 1790 gebauten Kirche abgebrannt und wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Die Kugel des Kirchturms wurde Ende der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts vergoldet. Ob sie wieder herunter muss, werden die Untersuchungen ergeben.

Nach derzeitigen Schätzungen wird die Sanierung mehr als 50 000 Euro kosten. Das Geld kommt von der Gemeinde Plessa, vom Kirchenkreis und aus Fördermitteln des Landes Brandenburg. «Es ist eine tolle Sache, dass nach so vielen Jahren der Turm gemacht werden kann» , ist Roswitha Förster glücklich. Dann könne weiter gespart werden für die Mauerwerkstrockenlegung und für die Fassade. Innen ist die Plessaer Kirche ja schon ein kleines Schmuckstück.

Bernd Balzer

Lausitzer Rundschau vom 05. April 2008

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