SANIERUNG: Umfassende Pläne für Lambertuskirche

Nach dem Äußeren folgt das Innere

BRÜCK - Für die Sanierung des Innenraumes der Brücker Lambertuskirche werden die Pläne jetzt konkreter.

Besucher konnten sich am Sonnabend im Vorfeld eines klassischen Konzertes einer Hommage an Rossini davon überzeugen. Eingeladen hatten dazu Pastor Helmut Kautz, der Landrat und Brücker Einwohner Lothar Koch (SPD), Bürgermeister Karl- Heinz Borgmann und der Gemeindekirchenrat.

Sie alle ziehen nun gemeinsam an einem Strang, um die bereits äußerlich sanierte Stadtkirche im Kontakt mit Denkmalpflegern jetzt auch im Inneren herauszuputzen. Den Initiatoren schweben vielseitig nutzbare Räume vor. "Die Kirchengemeinde möchte eine umgebaute St. Lambertus Kirche, in der die Wände nicht mehr feucht, die Räume hell und licht sind, in der Fenster und Türen dicht schließen und es beheizbare Räume gibt", sagt Pastor Helmut Kautz.

Er legt Wert darauf, dass die Räume gut begehbar und auch für alte Menschen sowie Rollstuhlfahrer möglichst flexibel nutzbar sind. Dazu soll beispielweise der vordere, mittig angeordnete Block der Kirchenbänke durch einzelne Stühle ersetzt werden. Diese könnten bei Kulturveranstaltungen gedreht und um eine mittig postierte Bühne gruppiert werden, sagt Helmut Kautz. Ihm schwebt zudem zeitgemäße Projektionstechnik vor, die es möglich machen soll, "in dem Raum auch mal einen Kinofilm zeigen zu können", so Kautz. "Immerhin soll die Kirche als Veranstaltungsort für die gesamte Stadt und als Haus für alle Brücker Bürger etabliert werden".

Unter der Empore werde es zudem eine beheizbare Winterkirche geben, die über Glaselemente vom Kirchenschiff abgetrennt werden soll. Zudem sind kleinere Räume für Ausstellungen und die Arbeit in Gruppen vorgesehen.

"Die St. Lambertus Kirche soll dazu dienen, dass sich die Kirchengemeinde vor Ort entwickeln kann mit einladenden Räumen, in die gerne Menschen kommen und dort mit dem Evangelium von Jesus Christus in Kontakt kommen", sagt der Pastor. Dabei will die Kirchengemeinde auch in Zukunft finanziell handlungsfähig sein und darum die Unterhaltskosten so gering wie möglich halten.

Für den Umbau und die Sanierung des Kircheninneren liegt dem Pastor eine erste Kostenschätzung vor. Sie weist eine Gesamtsumme von 276 000 Euro aus. Für den ersten Bauabschnitt, der möglichst noch in diesem Jahr begonnen werden soll, sind 135 000 Euro veranschlagt.

Fließen sollen diese Summen über die Kirchengemeinde aus Fördergeld des Denkmalschutzes und von Landesprogrammen sowie vom Kirchenkreis und der Landeskirche, die alle bereits ihre Unterstützung zugesichert haben, so Kautz. Er will zudem gemeinsam mit dem Bürgermeister bei den Bürgern von Brück um Spenden bitten und so mindestens 10 000 Euro aufbringen. (Von Thomas Wachs)

Märkische Allgemeine vom 20. Mai 2008


Zur Sanierung der Lampertiuskirche von Brück erschienen in der Märkische Allgemeinen bereits folgende Beiträge:
01. Februar 2008: Neuer Pastor möchte Brücker Lambertus-Kirche umbauen
27. Januar 2004: Vereinbarung unterzeichnet
10. September 2003: Einigung zur Sanierung der Brücker Lambertiuskirche lässt auf sich warten
28. Juli 2003: Fördergeld zur Sanierung der Brücker Kirche fließt mit einem Trick

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