Aber Pfarrer Benrhard Hoppe nimmt den Hut

Neues Dach für Kirche in Groß Jehser

Groß Jehser. "Die Arbeiten waren zwingend notwendig, lange geplant und können nach anhaltendem Antragsverfahren nun endlich umgesetzt werden", freut sich Bernhard Hoppe über die Sanierung des Kirchendachs im Calauer Ortsteil Groß Jehser.

Kirche in Groß Jehser 
Die Kirche in Groß Jehser bekommt ein neues Dach, verliert aber seinen Pfarrer. Bernhard Hoppe zieht es noch in diesem Herbst in den Fläming. Der 38-Jährige zählte zum jungen dreiköpfigen Team, das vor drei Jahren mit dem Modellprojekt Team-Pfarramt startete. Seine damals in Altdöbern lebenden Kolleginnen Marita Lersner und Bettina Jordanov hatten ihren Entsendungsdienst im vergangenen Jahr beendet.
Foto: Uwe Hegewald

"195 000 Euro stehen für die Erneuerung des Dachstuhles sowie einer neuen Ziegelein deckung zur Verfügung", so der Pfarrer. Im Rahmen des Staatskirchenvertrages konnte die Finanzierung für das laufende Jahr sichergestellt werden. Neben dem brandenburgischen Kulturministerium und kirchlichen Stellen beteiligen sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) und der Förderkreis Alte Kirchen (Dorfkirche des Monats August 2008) an dem laufenden Bauabschnitt.

Beim Aufnehmen der alten Dachsteine ist eine zuvor nicht sichtbare erhebliche Schädigung des Traufbereiches mit Hausschwamm festgestellt worden, informiert Bernhard Hoppe weiter. Die Schwammbekämpfung erhöhe die Kosten und habe zu einem kurzfristigen Stocken der Bauarbeiten geführt.

Gegenwärtig ist das Berliner Architekturbüro «trecase» in Abstimmung mit den Denkmalbehörden dabei, das Sanierungskonzept den vorhandenen finanziellen Mitteln anzupassen. Mit einem Abschluss der Dachsanierung in Groß Jehser ist frühestens in diesem Monat zu rechnen.

Begleitet werden die Bauarbeiten am Gotteshaus in Groß Jehser von der Nachricht, dass Pfarrer Bernhard Hoppe noch in diesem Monat die Gemeinde verlassen wird. "Mein Ernennungsdienst geht zu Ende, ich wechsle in die Nähe von Jüterbog (Fläming), wo ich eine feste Stelle antreten werde", informiert der 38-Jährige.

Uwe Hegewald

Lausitzer Rundschau vom 04. September 2008

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